Wichtige Informationen zur gefährlichen Giftraupe - hier kann man einen Fund melden

Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner macht in diesem Jahr vor Holzwickede keinen Halt. Wir haben nützliche Informationen der Gemeindeverwaltung zum Umgang mit der Giftraupe zusammengefasst.

Holzwickede

, 27.05.2020, 16:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
War im vergangenen Jahr mit Nestern des Eichenprozessionsspinners befallen: Der Schulhof des Clara-Schumann-Gymnasiums in Holzwickede. In diesem Jahr sind wieder einige Verdachtsfälle bei der Gemeindeverwaltung gemeldet worden.

War im vergangenen Jahr mit Nestern des Eichenprozessionsspinners befallen: Der Schulhof des Clara-Schumann-Gymnasiums in Holzwickede. In diesem Jahr sind wieder einige Verdachtsfälle bei der Gemeindeverwaltung gemeldet worden. © Marcel Drawe

Seit Mitte Mai sind wieder einige Meldungen zu Funden von Raupen und Nestern des Eichenprozessionsspinners bei der Gemeindeverwaltung eingegangen. Wie die Gemeinde mitteilt, werden alle gemeldeten Verdachtsfälle überprüft. Bei bestätigten Fällen würden entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners durchlaufen bis zur Verpuppung Anfang Juli sechs Entwicklungsstadien. Gefährlich für manche Menschen sind die sogenannten „Brennhaare“.

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Der Kontakt mit den Brennhaaren kann allergische Reaktionen auslösen

Sie enthalten ein Nesselgift, das bei Hautkontakt oder beim Einatmen zum Teil heftige allergische Reaktionen auslösen kann. Auch nach dem Schlüpfen der Falter im August können die Brennhaare, die in den Nestern zurückbleiben, weiterhin gefährlich sein.

An diesen Stellen wurden in diesem Jahr bisher Verdachtsfälle gemeldet:

  • 18. Mai, Gespinste am Rad- und Fußweg Billmericher Weg zwischen Schöne Flöte und Autobahnbrücke: Hier ist der Kreis Unna zuständig
  • 19. Mai, Gespinste am Schürkampweg: in Höhe der Autobahnbrücke. Der Befall ist nicht bestätigt. Es handelt sich hierbei um Gespinstmotten, von denen keine Gefahr für Mensch und Tier ausgeht
  • 27. Mai, Eiche am Luftschachtweg: Der Befall ist bestätigt, die Beseitigung beauftragt
  • 27. Mai, Emscherweg zwischen Schäferkampstraße und Am Kapellenufer: Der Befall nicht bestätigt. Hierbei handelt es sich auch um Gespinstmotten

Bürgerinnen und Bürger, die auf öffentlichen Wegen und Plätzen in der Gemeinde

Eichenprozessionsspinnerraupen feststellen, sollten einen Befall beim Holzwickeder Ordnungsamt unter der Tel. (02301) 91 51 86 oder per E-Mail an info@holzwickede.de melden.

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Die Gemeindeverwaltung weist zudem auf folgende Vorsichtsmaßnahmen hin:

  • Vermeidung der befallenen Gebiete und der gegebenenfalls abgesperrten Bereiche
  • Sofern der Aufenthalt in befallenen Gebieten unabdingbar ist, sollten alle Körperflächen (Nacken, Hals, Arme und Beine) durch Kleidung bedeckt werden
  • Jeglichen Kontakt mit Raupen und Gespinst vermeiden
  • Nach dem Kontakt mit giftigen Raupenhaaren soll man sich gründlich waschen und nach Möglichkeit sofort seine Kleidung wechseln
  • Kleidung bei 60 Grad Celsius mit viel Wasser waschen, um das Nesselgift der Raupenhaare auszuspülen
  • Verzicht auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen an befallenen Bäumen
  • Bekämpfung sollte nur von Fachleuten mit Vollschutzanzug und Atemschutz durchgeführt werden
  • Beim Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden einen Arzt aufsuchen und auf den Raupenkontakt hinweisen. Die Symptome können durch Medikamente gelindert werden.
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