Verbale Entgleisung: Mann will Stromzähler ablesen – und belästigt Anwohner

dzWohnen in Holzwickede

Ein Holzwickeder ist schockiert: Ein Mann, der in seinem Wohnhaus Stromzähler überprüfen wollte, weigerte sich auszuweisen – wollte aber stattdessen sein primäres Geschlechtsorgan zeigen.

Holzwickede

, 23.07.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

So schnell wird Ingo W. diesen Donnerstag nicht vergessen: Der Anwohner aus der Haydnstraße beobachtete am Mittag, wie ein junger Mann mit einer lilafarbenen Mappe unter Arm in seiner Straße von Haus zu Haus zog. Als sich der Mann langsam seinem Haus näherte, ahnte er noch nicht, dass er gleich beleidigt und belästigt werden würde.

Bei der Begrüßung habe der Mann erklärt, dass er die Stromzähler im Haus überprüfen wolle. Der Anwohner, skeptisch wegen der „legeren Kleidung“ des jungen Mannes, forderte ihn auf sich auszuweisen. Daraufhin eskalierte das Gespräch.

„Hat sich vor mir aufgebaut und mich bedroht“

Der junge Mann, der sich als Mitarbeiter eines Netzbetreibers ausgab, hat sich nicht nur geweigert, dem umsichtigen Anwohner seinen Ausweis zu zeigen, sondern wurde obendrein noch obszön: „Er hat mir gesagt, dass er mir seinen Schwanz zeigen kann“, so Ingo W., der durch den Zwischenfall durchaus eingeschüchtert ist: „Danach hat er sich vor mir aufgebaut und mir gedroht.“

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Nun wisse er seinen Namen und wo er wohnt, habe der junge Mann, der ein schwarzes T-Shirt und eine blaue Jeans trug, dem Anwohner gesagt. Auf die Frage für welchen Netzbetreiber er im Einsatz sei, antwortete er nicht, wich ein ums andere Mal mit neuen Beleidigungen und Einschüchterungsversuchen aus.

Anwohner wollte eine körperliche Konfrontation vermeiden

Während des kurzen Wortgefechts hat W. den Unbekannten außerdem mehrfach aufgefordert das Haus zu verlassen. Auf die Beleidigungen sei er – um eine körperliche Auseinandersetzung zu vermeiden – so gut wie gar nicht eingegangen, versuchte lediglich mit „bestimmendem“ Ton den Mann loszuwerden.

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Ob es sich bei dem jungen Mann tatsächlich um einen Mitarbeiter der Firma Westnetz – oder eines anderen Netzbetreibers – handelt, ist unklar. Eine Westnetz-Sprecherin hat indes angekündigt, den Sachverhalt prüfen zu wollen.

Ingo W. vermutet wegen des unseriösen Auftretens eine Betrugsmasche: „Man weiß ja nie, wie ernstzunehmend so etwas ist, ob möglicherweise ein Clan dahinter steckt“, sagt W., der aus Angst vor einem weiteren Besuch des vermeintlichen Mitarbeiters eines Netzbetreibers lieber anonym bleiben möchte. Ingo W. hat jedenfalls kurz nach dem ebenso kuriosen wie schockierenden Streit die Polizei informiert – und hofft dass es vor seiner Haustür kein Wiedersehen geben wird.

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