Wer die Masken nicht mehr braucht, schmeißt sie in den Graben

dzUmweltverschmutzung

Sie werden von jedem gebraucht und viel gekauft. Entsorgt werden viele Masken im Gemeindegebiet jedoch in der Botanik. Ehepaar Pfauter zieht ein trauriges Resümee.

Holzwickede

, 15.08.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wohl kaum etwas wurde in den vergangenen Wochen so häufig gekauft wie Mundbedeckungen. Viele davon landen jedoch früher oder später in der Botanik. Ehepaar Pfauter engagiert sich bereits seit einiger Zeit für ein sauberes Holzwickede. Jeden Samstag drehen sie gut drei Stunden lang ihre Runde durch die Gemeindemitte, holen den Unrat aus Park und Straßen. „Wir zählen nicht die Schnapsflaschen oder die Zigarettenpackungen“, sagt Klaus Pfauter. „Aber wir zählen die Masken.“

Und von denen holt das Ehepaar einige aus den Büschen und Gräben. Rund 157 Stück in gerade Mal sechs Wochen. Vorrangig Einwegmasken. „Das ist unglaublich“, sagt Pfauter. „Das möchte man nicht glauben.“

Die meisten Masken, die das Ehepaar findet, sind Einwegmasken.

Die meisten Masken, die das Ehepaar findet, sind Einwegmasken. © Privat

Dabei gibt es in Holzwickede genügend Möglichkeiten, die Masken loszuwerden. 277 Mülleimer stehen laut Bürgermeisterin Ulrike Drossel im Gemeindegebiet, Hengsen und Opherdicke eingeschlossen. Zudem sorgen sogenannte Caremen des Kreises für ein sauberes Holzwickede. Und die werden bald von zwei auf vier Kräfte aufgestockt.

„Es gibt trotzdem noch viel Arbeit, die wir stemmen müssen“, so Drossel. „Wir müssen uns Strategien entwickeln, damit wir den richtigen Ton treffen und die Leute erreichen.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Corona-Pandemie
Button-Aktion bringt über 1000 Euro für die Coronahilfe der Aktion Lichtblicke
Hellweger Anzeiger Corona-Pandemie
Neue Corona-Fälle in Bergkamen, Unna und Werne – Neuer Fall an Berufskolleg
Hellweger Anzeiger Infrastruktur
Aufzug an der Carolinenbrücke zuletzt öfter außer Betrieb - das steckt dahinter