Wenn nachts das Zeltlager der KJG Holzwickede überfallen wird, bekommt niemand ein Auge zu

40. Geburtstag

Seit 40 Jahren fahren Kinder Sommer für Sommer mit der KJG zum Zelten. Zum runden Geburtstag kamen Betreuer und Teilnehmer zusammen und erinnerten sich an so manch besondere Anekdote.

von Lena Zschirpe

Holzwickede

, 15.09.2019, 14:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wenn nachts das Zeltlager der KJG Holzwickede überfallen wird, bekommt niemand ein Auge zu

Zur Jubiläumsparty des KJG-Zeltlagers kamen aktuelle und ehemalige Teilnehmer. Gemeinsam erinnerte man sich legendäre Zeltlager und freute sich über die besondere Gemeinschaft. © Udo Hennes

Freudiges Wiedersehen und Schwelgen in gemeinsamen Erinnerungen: Die katholische junge Gemeinde feierte am Wochenende den 40. Geburtstag des beliebten Zeltlagers. Ehemalige Betreuer, Teilnehmer völlig verschiedener Generationen und natürlich auch die fleißigen Kochfrauen trafen sich in der Rausinger Halle. „Wir haben zwar auch Einladungen drucken lassen, aber viele Kontakte haben wir über Whatsapp hergestellt“, sagte Franzsika Ceglarksi, die aktuelle Lagerleitung und eine der Organisatorinnen des Treffens. „Der eine hatte noch engeren Kontakt zu dem anderen und der wiederum zu anderen und so weiter.“ Weit mehr als 140 Gäste zählte die Geburtstagsfeier - manche kamen angemeldet, andere wiederum spontan aus alter Verbundenheit.

Nächtliche Lager-Überfälle

Den meisten KJGlern sind die sogenannten Zeltlager-Überfälle in Erinnerung geblieben. Hierbei gilt es, die lagereigene Fahne bei einer Nachtschicht am Lagerfeuer zu bewachen. In einer oder mehreren der Zeltlager-Nächte versuchen ehemalige Mitreisende, die Fahne zu entwenden und geben sie anschließend nur gegen einen bestimmten Erlös frei. „Heutzutage sind die Überfälle richtig ausgeklügelt“, weiß Benedikt Göbel, der das Treffen mit vielen anderen organisiert hat. „Man klaut nicht einfach nachts die Fahne, sondern strickt eine richtige Geschichte drum herum, die jeden Tag ein wenig vertieft wird. Da können verrückte Professoren in Videos auftauchen oder andere lustige Dinge passieren.“

Eine Situation ist ihm besonders im Gedächtnis geblieben. „Als Teil einer solchen Geschichte kam ein maskierter Lagerleiter zum Mittagessen gestürmt. Unter der Maske konnte er das auf einem Tisch aufgebaute Essen scheinbar nicht sehen und hat alles umgeworfen, da wurde es auf einmal mucksmäuschenstill“, erinnert Göbel sich. „So etwas bleibt einem als Kind natürlich in Erinnerung. Ich weiß leider nicht mehr, was es an diesem Tag dann stattdessen zu Essen gab, aber verhungert sind wir nicht.“

Nachtwache macht müde

Auch Christopher von Schaewen erinnert sich an so manche Nachtwache. „Wenn man bis in die Nacht wach bleibt und dann vielleicht sogar noch die Fahne verteidigen muss, kann das schon mal müde machen“, erzählt der aktuelle Betreuer, der 2013 zum ersten Mal an einem Zeltlager teilnahm. „Da kommt es vor, dass man sich am nächsten Nachmittag während der Spiele nur kurz ausruhen will, einnickt und von den Kindern geweckt wird – ist mir auch schon passiert.“

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