Weniger Fälle von Kindeswohlgefährdung in Holzwickede

dzZahlen aus dem Kreisjugendamt

Kinder, deren Wohl akut gefährdet ist, aus ihrer Familie zu holen, gehört zu den schwierigsten Aufgaben für das Jugendamt. Die Zahl solcher Fälle ist in Holzwickede glücklicherweise gesunken.

Holzwickede

, 21.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Ein Kind bei einer akuten Gefährdung des Kindeswohls aus der Familie zu holen und es bei Verwandten, in der stationären Betreuung oder in einer Pflegefamilie unterzubringen, kann nur der letzte Ausweg sein. In manchen Fällen gibt es allerdings keine Alternative. In Holzwickede ist die Zahl dieser Fälle von Kindeswohlgefährdung im vergangenen Jahr gesunken, freut sich der Sozialdezernent des Kreis Unna, Torsten Göpfert.

Probleme, die Familien nicht alleine lösen können

„Familien sind immer häufiger nicht in der Lage, gut zu funktionieren“, sagt er. Deshalb setzt der Kreis Unna inzwischen auf Frühe Hilfen. Damit möchte das Jugendamt so früh wie möglich einen Zugang zu Kindern und Familien schaffen, um Probleme früh zu beheben, erklärt Göpfert.

Eine akute Gefährdung des Kindeswohls wurde in Holzwickede 2018 in sieben Fällen gemeldet; im Jahr zuvor waren es zehn. Nur zwei dieser Kinder mussten in Obhut genommen werden. Die Zahl der Inobhutnahmen ist ebenfalls gesunken. Sechs waren es 2017. Und auch die familiengerichtlichen Verfahren sind weniger geworden. Elf waren es 2017, sieben 2018. Mit dem Konzept der Frühen Hilfen versuche der Kreis, Kindeswohlgefährdung vorzubeugen.

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