Viele Bewohner mussten die Einsatzkräfte bei einem Brand am Montagabend in einem Wohnhaus „Im Bruch“ nicht evakuieren, da diese das Haus selbstständig verlassen hatten. © Michael Neumann
Feuerwehreinsatz

Vorbildliches Verhalten trotz schneller Entwarnung: Feuerwehr lobt Bewohner

Bei einem Brand in einem Holzwickeder Wohnhaus am Montagabend hat es sich nur um ein angebranntes Essen auf dem Herd gehandelt. Dennoch sorgten die Bewohner schnell selbstständig für ihre Evakuierung. Die Feuerwehr lobt das.

Bei einem Feuerwehreinsatz am Montagabend in Holzwickede haben die Einsatzkräfte schnell Entwarnung geben können: Bei dem gemeldeten Brand an der Straße „Im Bruch“ handelte es sich lediglich um ein angebranntes Essen auf dem Herd. Umso löblicher bewertete Einsatzleiter und Feuerwehrchef Enrico Birkenfeld jedoch die gute Mitarbeit der Bewohner des Mietshauses.

Wohnungsbrand im fünften Stock eines neungeschossigen Wohnhauses

Als die Feuerwehr am Montag gegen 19.15 Uhr die Einsatzmeldung zu einem Wohnungsbrand im fünften Stock des neungeschossigen Wohnhauses erhielt, befand sich ein Großteil der 41 Mietparteien schon auf der Straße. Dies hatte zur Folge, dass die Feuerwehr sich nicht einzeln um die Evakuierung aller Mieter kümmern musste, sondern sich direkt auf den Brand fokussieren konnte.

Diese Mitarbeit sei auffällig gewesen – und ist laut Birkenfeld durchaus als Seltenheit zu bewerten: „Normalerweise ist es so, dass bei vielen Menschen eine gewisse Sorglosigkeit herrscht. Sie sehen etwa keinen Grund, ihre Wohnung im zweiten Stock zu verlassen, wenn es im fünften brennt“, so der Feuerwehrleiter.

Die Bewohner (links) stehen auf der Straße und warten den Einsatz der Feuerwehrkräfte ab. © Michael Neumann © Michael Neumann

Die Feuerwehr habe jedoch die Pflicht, alle Bewohner des Hauses zum Verlassen des Gebäudes aufzurufen. Da sei es von Vorteil, wenn dies selbstständig passiert. „Wenn alle Bewohner sich geschlossen vorbildlich verhalten, fällt das schon ins Gewicht“, sagt Birkenfeld. „Die Kräfte, die ich sonst für die Evakuierung brauche, stehen zunächst nicht direkt für die Abwehrmaßnahmen zur Verfügung.“

Rauchmelderpflicht ist sinnvoll

Günstig sei am Montag auch gewesen, dass in allen Wohnungen Rauchmelder installiert waren. „Da sieht man wieder, wie sinnvoll die Pflicht ist,“ so Birkenfeld. Zudem gehe er davon aus, dass ein Bewohner alle anderen Mieter im Flur auf die starke Rauchentwicklung aufmerksam gemacht habe.

Letztlich sei der Einsatz glimpflich ausgegangen, das kleine Feuer auf dem Herd konnte mittels Wasser aus dem Hahn in der Spüle gelöscht werden. Auch der Hausflur und die betroffene Wohnung konnten mit einem Lüfter entraucht werden, nach gut einer Stunde war der Einsatz beendet, ohne dass jemand zu Schaden kam. Unter anderem, weil sich die Bewohner so vorbildlich verhalten und sich selbstständig in Sicherheit gebracht haben.

Über die Autorin
Geboren 1992 mitten im Ruhrgebiet (Bottrop) und aufgewachsen am Rande des Münsterlandes (Dorsten), hat es sie zum Studieren nach Bielefeld verschlagen (die Stadt gibt es wirklich ;-)). Nach beruflichen Zwischenstationen in Braunschweig, Berlin und Aachen ist sie froh, wieder zurück im Pott zu sein und Geschichten für Unna zu schreiben. Wenn sie nicht journalistisch unterwegs ist, hört sie gerne Musik, wandert im Grünen oder faulenzt mit einem guten Buch im Café.
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Vivien Nogaj
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