Von Rap-Unterricht bis Musical-Workshop: Die Musikschule Holzwickede im Wandel der Zeit

dzHobbys

Dass die Musikschule Holzwickede schon mal Rap-Unterricht angeboten hat, gehört zu ihren fetzigeren Projekten. Inzwischen ist es eingestellt. Offenbar war die Idee der Zeit voraus.

Holzwickede

, 26.07.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei einer Musikschule hat man in der Regel Bilder von Flöten, Gitarren und Geigen im Kopf. Was viele nicht wissen: Die Musikschule in Holzwickede hatte vor vielen Jahren mal ein exotisches Projekt angestoßen, das man aus Sicht einer Musikschule mindestens als unkonventionell bezeichnen kann.

Wie Musikschulleiterin Claudia Riegner berichtet, gab es mal ein Arrangement mit dem Dortmunder Rapper Jens Albert, der unter dem Pseudonym „Der Wolf“ in der Vergangenheit Chart-Erfolge gefeiert hat. „Das war irgendwann gegen Ende der 1990er-Jahre“, sagt Riegner. Damals habe die Musikschule den bekannten Rapper als Lehrer für Rap-Unterricht gewinnen können.

Rap-Unterricht wurde wegen mangelnder Nachfrage eingestellt

Wegen mangelnder Nachfrage wurde das Projekt allerdings recht schnell wieder eingestellt. Mit Blick darauf, dass Deutsch-Rap seit Jahren gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu den beliebteren Genres zählt, eine verwunderliche Entwicklung.

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Nach den Ferien soll an Holzwickedes Musikschule, die sich in einem südlichen Trakt des Clara-Schumann-Gymnasiums befindet, ein neues Projekt anlaufen. Wie Riegner erklärt, sollen nach der Sommerpause mehrere Musical-Workshops organisiert werden. Gesang, Tanz und kleinere Choreografien sollen die Teilnehmer in mehreren Veranstaltungen gemeinsam einstudieren.

Ganz sicher ist das aber noch nicht: Durch die Corona-Krise war der Unterricht an der Musikschule in den vergangenen Wochen nur eingeschränkt möglich, fand zeitweise fast nur online statt. Die Musical-Workshops werden also nur stattfinden können, „wenn Corona es zulässt“, wie Riegner erläutert.

Musikschulleiterin über Rap-Kurs: „Waren der Zeit etwas voraus“

Die Musikschulleiterin hofft, dass der Musical-Workshop besser angenommen wird als der Rap-Exkurs Ende der 1990er-Jahre: „Ich denke, damals waren wir der Zeit ein wenig voraus“, vermutet sie. Einen richtigen Boom erlebte Deutsch-Rap bekanntermaßen in den 2000er-Jahren.

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Zumindest startet die Musikschule, die sich während der gesamten Ferien in der Sommerpause befindet, wieder mit ihrem regulären Unterrichtsbetrieb. Die Kurse sollen dann, sofern es die coronabedingten Entwicklungen zulassen, im Gebäude an der Opherdicker Straße stattfinden.

Zum angebotenen Repertoire gehören neben Klavier, Gitarre und Schlagzeug auch Blockflöte, Klarinette, Geige sowie weitere gängige Musikinstrumente.

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