Meinung

Streit um Pläne für die Ortsmitte: Von nichts kommt nichts

Was würde es kosten, ein gemeindeeigenes Grundstück selbst zu entwickeln? Die Frage sorgt für Streit in der Politik, weil schon die Antwort darauf Geld kosten würde. Unser Autor meint: Von Nichts kommt eben nichts.
Was passiert rund ums neue Rathaus in der Gemeinde? Zwei Noch-Verwaltungsgebäude werden frei. Einen langfristigen Leerstand kann niemand wollen. © www.blossey.eu

Planung ja, aber kosten darf es nichts. So argumentierte Frank Markowski als CDU-Fraktionschef am Donnerstag im Rat. Ihm ging es um die Planungen für die Allee 10. Wo jetzt noch das Bauamt untergebracht ist, könnte in Zukunft ein Neubau entstehen – durch die Gemeinde in Eigenregie entwickelt, mit allerlei Nutzungsmöglichkeiten und selbst bezahlt, eventuell in Teilen gefördert. Alles noch offen.

Auch seine Fraktionskollegen stimmten tags davor im Planungs- und Bauausschuss dafür, dass die Verwaltung hier prüfen darf, was so etwas kosten könnte. Dass eine Vorplanung samt Zahlenwerk ein Planungsbüro involvieren dürfte, das nicht umsonst arbeitet – das wiederum überrascht die CDU tags darauf.

Wenn es konkret werden soll, muss man schon ein bisschen Geld in die Hand nehmen. Sonst hängen Projekte im luftleeren Raum, wie man zuletzt bei den Planungsfortschritten für das Sportforum gesehen hat. Und klar muss doch sein: Einen verfallenden Leerstand an der Stelle kann niemand wollen. Eine fachgerechte Planung zeigt auf, ob so ein Projekt in Gänze, unter Mithilfe eines dicken Rotstiftes oder eben gar nicht machbar wäre.

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