Von Gartenbaustelle zum Kleinod: Bei Familie Kerger wächst schon der erste Rasen

dzKleingarten-Serie

Familie Kerger pachtet seit Anfang dieses Jahres eine Parzelle in der Kleingartenanlage am Oelpfad. Wir begleiten sie nun schon zum zweiten Mal und zeigen die ersten, großen Fortschritte.

von Lena Zschirpe

Holzwickede

, 29.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Grüner, ebener Rasen, ein großes Gemüsebeet und die einladende Terrasse: Im Kleingarten der Familie Kerger hat sich in den letzten Wochen so einiges verändert. Die junge Familie pachtet seit Anfang dieses Jahres eine Parzelle im Kleingartenverein am Ölpfad und musste dort schon kleine und größere Herausforderungen meistern. Vor einigen Wochen haben wir ihren Garten bereits vorgestellt, diesmal zeigte die Familie uns ihre Fortschritte.

Viel Grün und noch viel zu tun

Durch die grünen Halme wirkt die sowieso schon etwa 450 Quadratmeter große Parzelle noch flächiger und freundlicher. Der Rasen sei aber noch mit Vorsicht zu genießen. „Das ist noch sehr junger Rasen, den sollte man nicht zu stark belasten. Wenn man drüber läuft sieht man teilweise auch noch, dass die Halme erstmal liegen bleiben“, erklärt Kai Kerger. „Wenn er etwas kräftiger ist, soll noch ein Unkrautvernichter dran. Denn obwohl wir wirklich mehrfach umgegraben haben, kommt noch viel Unkraut durch.“

„Wir hatten viel Hilfe von unseren Parzellen-Nachbarn. Teilweise haben die sogar hier weitergearbeitet, als wir noch gar nicht da waren.“
Jennifer Kerger

Die vorherigen Pächter haben das Grundstück von Familie Kerger im vergangenen Jahr übernommen und wollten es ebenfalls komplett neu gestalten – dabei haben sie allerdings einen Großteil der Fläche der zu einer Gartenbaustelle gemacht; Gewächse gekürzt, ohne die Wurzeln zu entfernen und viel Müll hinterlassen. Diesen entsorgen, prüfen, wo noch brauchbares Gewächs steht und die komplette Fläche durch Umgrabungen auf eine Ebene abgleichen - das waren die ersten Arbeitsschritte der Familie. „Wir hatten auch viel Hilfe von unseren Parzellen-Nachbarn. Teilweise haben die sogar hier weitergearbeitet, als wir noch gar nicht da waren“, so Jennifer Kerger.

Von Gartenbaustelle zum Kleinod: Bei Familie Kerger wächst schon der erste Rasen

Natürlich packen alle mit an, wenn es darum geht, den Garten umzugraben. Vielleicht baut die Familie noch in diesem Jahr Gemüse an. © Marcel Drawe


Neue Blumen erst im nächsten Jahr

Jetzt ist die Fläche kaum wieder zu erkennen: Das Blumenbeet ist klar eingerahmt und sauber, sogar ein paar Gartenzwerge sind schon eingezogen. Einzelne, möglicherweise tote Wurzeln sind aber noch immer sichtbar im Beet. „Wir schauen, ob da noch was kommt. Wenn bis zum nächsten Frühjahr nichts passiert, graben wir die auch aus, aber noch haben sie eine Chance“, so Kai Kerger. „Ansonsten stehen andere Blumen und Pflanzen erst später oder im nächsten Jahr an. Es gibt noch genug anderes zu tun.“

Zum Beispiel die Restaurierung von einem morschen Dach über der Terrasse auf der hinteren Seite der Parzelle. Hier soll ein eigener Platz für die Kinder entstehen. Einzelne Holzbalken müssen dafür ausgetauscht werden und dann wäre da noch immer der Sperrmüll von den Vorpächtern. „Wir haben wirklich schon viele Ladungen weggebracht“, erzählt Jennifer Kerger. „Aber es taucht immer wieder etwas auf.“ Der skurrilste Fund in der letzten Zeit waren ein abgerissenes Kabel und eine Lichterkette: beides tief in der Erde vergraben.

Von Gartenbaustelle zum Kleinod: Bei Familie Kerger wächst schon der erste Rasen

Kai Kerger macht alles selbst: Marode Holzbalken austauschen und einen Schuppen bauen. © Marcel Drawe

Drei Obstbäume sind geplant

In Planung seien für dieses Jahr noch drei Obstbäume auf dem schmaleren Stück der Wiese. „Dafür muss der Rasen aber erst kräftiger werden“, so Kai Kerger. Auch Toben und Ballspielen halten die Halme noch nicht aus, doch zum Glück ist der Spielplatz der Kleingartenanlage direkt in der Nähe. Außerdem haben die vier Kinder schon ihre Fahrräder vor Ort. „Wir würden gerne schon in diesem Jahr etwas Gemüse anpflanzen. Dann aber im Gartenhaus, das von Anfang an hier stand und noch nicht im Beet“, erzählt Jennifer Kerger. Auch in dem Parzellenhäuschen selbst stehen noch Arbeiten an: Streichen, neu Herrichten und Gardinen besorgen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Kultfilm

Premiere vor 20 Jahren: Beim Dreh für Bang Boom Bang gab es Erbsensuppe vom DRK Holzwickede