Volle Busse und Züge: Schulleiterin sieht Diskrepanz zwischen Alltag und Schule

dzÖffentliche Verkehrsmittel

Engpässe bei Bussen, volle Züge auf dem Weg zum Unterricht: Während in den Schulen strikte Corona-Regeln gelten, sieht es abseits davon mau aus.

Holzwickede, Unna

, 14.08.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Donnerstag hatte sich eine Holzwickeder Mutter an diese Redaktion gewandt. Sie kritisierte, dass sie mit ihrem zehnjährigen Sohn auf dem Weg nach Unna morgens in einer Eurobahn-Linie wie „die Sardinen in der Dose“ stehen musste. Einige Schüler am Bahnsteig gar auf den nächsten Zug warten mussten.

„Eigentlich wurde den Schulen versprochen, dass bei den Verkehrsmitteln aufgestockt wird. Aber die VKU hat beispielsweise für die Busse ja klar gemacht, dass das gar nicht überall machbar sei“, sagt Gabriele Sowka. Sie ist Leiterin der Peter-Weiß-Gesamtschule in Unna, auf die der Holzwickeder Schüler nun als Fünftklässler geht.

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Nach dem Ende der Ferien äußerten demnach mehrere Eltern ihren Unmut über die Zustände in den öffentlichen Verkehrsmitteln bei der Schule. „Es ist leider wie überall im Alltag. Jetzt mit Öffnung der Schulen werden diese Dinge in ganz NRW explodieren“, sagt Sowka.

Dass Menschen in Bus und Bahn mitunter auf engem Raum zusammen sind, heißt für sie aber keinesfalls, die Regeln an den Schulen über Bord zu werfen: „Ich sehe das differenziert. Jede Situation nützt, in der ich einen größtmöglichen Hygieneschutz einhalten kann.“

Corona-Regeln an Schulen nicht lockern

Letztlich liege ein großer Unterschied in der Ansteckungsgefahr, ob ein Kind für eine vergleichsweise kurze Bahnfahrt nah unter Menschen oder ob wie im Unterricht über Stunden in einer Gruppe zugegen ist. Grundsätzlich lautet ihr Appell aber auch: mehr Kapazitäten. „Es ist ja kein Corona-Problem, wenn Schüler schon gar keinen Platz im Zug finden.“

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