Viele gute Wünsche begleiten den Pfarrer in den Ruhestand

dzAbschied von Pfarrer Niggebaum

35 Jahre im Amt – das hinterlässt Spuren auf beiden Seiten. Bei der großen Abschiedsfeier für Michael Niggebaum mit vielen Gästen erlebten seine Nachfolger eine „wertschätzende Gemeinde“.

von Sebastian Pähler

Holzwickede

, 02.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Am 1. Advent war das Interesse am Gottesdienst in der evangelischen Kirche am Markt besonders groß. Viele waren gekommen, um Niggebaum bei seinem letzten offiziellen Weg zum Holzwickeder Altar zu begleiten.

„Alles Gute für den wohl verdienten Ruhestand“, wünschte Friedrich-Wilhelm Bernhardt bei der anschließenden Abschiedsfeier im Gemeindehaus und erinnerte an die großen Spuren, die Niggebaum in Holzwickede hinterlässt. Die Gruppenarbeit hat er sehr gefördert, genau so wie die Ökumene und die Kinder- und Jugendarbeit. Als Moderator sei es ihm immer gelungen, das Gemeindeleben positiv zu beeinflussen.

Freilich war er nicht der Einzige, der Michael Niggebaum Lebewohl sagen wollte. „So viele Leute, so viele Wünsche, das ist sehr bewegend und ich bin dankbar dafür, dass es so ist“, stellte Niggebaum gerührt beim Blick auf den übervollen Gemeindesaal fest. „Diese 35 Jahre waren ein riesiges Geschenk für mich“. Ganz aus der Welt ist er nicht, denn er bleibt Vorsitzender des Kirchbauvereins und wohnt weiterhin in Holzwickede. Aber er will in Zukunft mehr reisen, etwas zudem das Amt nicht so viel Zeit ließ. Eine erste Gelegenheit bietet ihm das Presbyterium mit einer Schiffs- und Radreise durch Holland – als Abschiedsgeschenk.

Ein ganz eigenes Erlebnis war die Abschiedsfeier auch für die Neuen in den evangelischen Ämtern Holzwickedes. „Das ist für mich ganz unwirklich“, stellte Philipp Reis fest. Er ist selbst soeben erst als Pfarrer in Frömern verabschiedet worden und hat Niggebaum bei seiner Zeit als Vikar in Holzwickede erlebt. „Er ist ein total netter, lieber Kollege, den ich vor allem als fröhlichen Menschen in Erinnerung behalte“, so Reis über seinen Vorgänger.

Auch Pfarrer Andreas Müller lobte Niggebaums großes Talent, auf Menschen zuzugehen. „Ich kenne ihn seit 18 Jahren, als wir gemeinsam die Ausbildung zum Gemeindeberater gemacht haben“, berichtete er. „Michael zeichnet eine ganz große Menschlichkeit aus, und wie er den Menschen begegnet“. Das strahle aber auch auf die ganze Gemeinde aus, weswegen er sich auf die Arbeit hier schon sehr freut. „Das ist eine sehr wertschätzende und willkommen heißende Gemeinde“, das gälte sowohl für die Mitglieder als auch für das Team zu dem er nun gehört. Viel hat er sich vorgenommen. Vor allem auf die Kinderbibelwoche, die Konfirmandenarbeit und die Arbeit mit den Schulen, besonders aber auch auf das bevorstehende Weihnachtsfest freut er sich schon.

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Dass das alles neben seiner Arbeit als Schulreferent gelingt, ist eine Frage guter Absprachen und guter Teamarbeit. So wird er diese Tätigkeit weiterhin mit der übrigen Hälfte seiner Arbeitskraft ausfüllen und durch eine Aushilfe unterstützt werden.

Zunächst hieß es aber, Michael Niggebaum zu feiern, dem zahlreiche Gäste Geschenke und Grußworte überbrachten.

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