Verzögerung beim Kitabau: SPD erhebt schwere Vorwürfe – so reagiert die Bürgermeisterin

Kita Weitblick

Lange war es um den geplanten Bau der Kita Weitblick an der Unnaer Straße ruhig. Zu ruhig offenbar: Denn die SPD erhebt jetzt schwere Vorwürfe gegen Bürgermeisterin Ulrike Drossel.

10.09.2019, 17:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verzögerung beim Kitabau: SPD erhebt schwere Vorwürfe – so reagiert die Bürgermeisterin

Blick auf die Unnaer Straße in Hengsen und Opherdicke: Die SPD macht die Bürgermeisterin für die Baustart-Verzögerung für die geplante Kita in Opherdicke verantwortlich. © www.blossey.eu

Was sich zum Wochenende hin in der Politik zusammenbraute, war ein öffentlich gewordener Zwist zwischen der SPD-Fraktion und der Gemeindeverwaltung in Sachen Kitabau an der Unnaer Straße.

Den Stein des Anstoßes brachten die heimischen Sozialdemokraten ins Rollen, die in einer Pressemitteilung gegen die Gemeindeverwaltung, konkret gegen Bürgermeisterin Ulrike Drossel (BBL), einige Giftpfeile schossen. Bei Drossel sorgte der Sachverhalt für Irritationen, weil das besagte Schreiben ihr persönlich gar nicht vorliegt.

Auf ein Schreiben wochenlang nicht reagiert

Der Vorwurf: Drossel habe den Baubeginn der Kita bewusst hinausgezögert, indem sie auf ein Schreiben des Kreises wochenlang nicht reagiert habe: „So ist vor den Sommerferien ein Schreiben des Kreises bei der Verwaltung eingegangen, in dem um eine Stellungnahme der Verwaltung der Gemeinde Holzwickede gebeten wurde. Im Zuge der Erteilung der Baugenehmigung kam die Frage auch, ob die Errichtung einer Ampelanlage an der Kita oder etwa ein Fußgängerüberweg notwendig sei, um die Unnaer Straße gefahrlos queren zu können“, heißt es in dem Schreiben der SPD-Fraktion.

Drossel wies die Kritik der Sozialdemokraten weit von sich. Auf Nachfrage betonte sie, dass keine bewusste Verzögerung stattgefunden habe: „Dieses Schreiben des Kreises ist tatsächlich bei uns eingegangen und wurde am 26. August beantwortet. Inhaltlich ging es darin allerdings um die Verkehrssicherheit an der Unnaer Straße. Da ergaben sich für uns einige wichtige Fragen, die wir zu klären hatten“, erklärte Drossel.

Kein Einfluss auf den Baubeginn

Dass der Kreis auf die entsprechenden Antworten habe warten müsse, habe nach ihrer Auffassung gute Gründe gehabt. Außerdem sei die Stellungnahme für den Baubeginn gar nicht ausschlaggebend gewesen: „Wir befinden uns mit dem Kreis und allen Verantwortlichen des Kitabaus im Austausch. Nachdem ich von den Vorwürfen Kenntnis genommen habe, habe ich mit allen Beteiligten noch einmal gesprochen. Der Kreis hat mir bestätigt, dass unsere Stellungnahme keinen Einfluss auf die Baugenehmigung haben würde“, so Drossel weiter.

Wann der Bau beginnen wird, kann Drossel derzeit noch nicht genau sagen. Mit Vertretern der UKBS als Bauträger habe sie erst am Montag gesprochen. Die Baugenehmigung liege inzwischen vor. Die UKBS halte die Verwaltung diesbezüglich auf dem Laufenden.

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