Verlassener Sattelzug ärgert Anwohner und Firmen im Holzwickeder Nordosten

dzRombergstraße

Seit gut vier Wochen steht ein Sattelzug im Nordosten der Gemeinde an der Rombergstraße und niemanden scheint es zu kümmern: Nun will sich das Ordnungsamt dem Fall widmen.

Holzwickede

, 03.03.2020, 14:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dauerparker mal anders: Reisende, die ihre Autos über Tage und Wochen entlang der Straße im Holzwickeder Norden parken, sind ein bekanntes Ärgernis in der Gemeinde. Auch Fälle verlassener Pkw, die abgestellt an Chaussee oder Wilhelmstraße vergammeln, kommen vor.

Dass aber niemand eine Zugmaschine samt Aufflieger vermisst, erstaunt doch: Das scheint aber bei einem verlassenen Gespann an der Rombergstraße genau der Fall zu sein.

Zugmaschine stammt aus Bulgarien

Anwohner und Mitarbeiter ortsansässiger Firmen kennen das Bild der roten Zugmaschine samt Aufflieger nun schon seit gut vier Wochen. Hatten Lkw und Aufflieger zunächst noch Kennzeichen, seien die mittlerweile auch verschwunden. Nur das Schild am Heck der Zugmaschine ist verblieben und ein bulgarisches.

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Die Nachfrage bei einem Unternehmen vor Ort ergab, dass man zuletzt auch die Polizei informiert habe. Für ruhenden Verkehr zwar nicht zuständig, ergab eine Nachfrage bei der Kreispolizei in Unna aber, dass sich Beamte am vergangenen Sonntag die Sachlage angeschaut hätten.

Sie konnten den Lkw als bulgarisches Fahrzeug identifizieren. Der Aufflieger wiederum kommt aus Dänemark. „Uns wurde mitgeteilt, dass eine unbekannte Person die Schilder zwischenzeitlich abmontiert hatte“, so ein Sprecher der Polizei.

Abgestellter Lkw ist kein Fall für die Polizei

Die Kollegen vor Ort hätten zudem geprüft, ob im Fahrzeug jemand auf Klopfzeichen reagiere. Das war nicht der Fall. Da keine Hinweise auf eine Straftat vorlagen und keine Gefahr im Verzug war, rückten die Beamten wieder ab. Den augenscheinlich verlassenen Lkw meldete man der Holzwickeder Ordnungsbehörde, die für die Kontrolle des ruhenden Verkehrs zuständig ist.

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Hier verspricht Fachbereichsleiterin Stefanie Heinrich, dass man sich dem dauerparkenden Sattelzug annehmen werde. In letzter Konsequenz müsste er von einem Abschleppunternehmer entfernt werden. Anwohnern und Firmen vor Ort wäre das sicher recht: Sie beklagen, dass das Gespann den Durchgangsverkehr beeinträchtigt.

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