Wirt Karsten Hönes hatte im Frühjahr seine Gaststätte mit viel Aufwand auf Abstand umgebaut. Letztlich umsonst: Die Corona-Beschränkungen gelten allgemein und berücksichtigen nicht individuelle Gegebenheiten. Hoppy‘s Treff bleibt für Gäste geschlossen. © Marcel Drawe
Coronavirus

Verlängerter Lockdown bis in den Januar: Für Gastronom würde es ab Februar eng

Bis mindestens 10. Januar bleiben Gastronomie-Betriebe nach aktuellem Stand geschlossen. Hilfen sind versprochen, bedeuten aber Aufwand, fließen zäh und sicher nicht auf Dauer.

In Hoppys Treff wird auch dieser Tage gekocht. Von der Nordstraße aus liefern Wirt Karsten Hoenes und sein Team die Speisen aus. „Das wird mal besser und mal schlechter angenommen. Der Lieferservice ist schwer kalkulierbar. Davon leben wir nicht. Wir überleben“, sagt Hoenes. Er wirft den Herd auch an, um seine Mitarbeiter zu beschäftigen und im Gedächtnis der Kunden zu bleiben.

War der Ansturm auf die entsprechende Internetseite des Wirtschaftsministeriums für die Corona-Hilfen Ende November so groß, dass die Webseite zweitweise zusammenbrach, geht Hoenes einen anderen Weg. „Ich werde die Hilfen in den nächsten Tagen erst mit meinem Steuerberater beantragen“, sagt er.

Er geht dann davon aus, nur für den November einen Umsatzausgleich beantragen zu können, der 75 Prozent von dem des Vorjahreswertes entspricht. „Für den Dezember wird man das wohl wieder von vorne machen dürfen“, vermutet der Wirt.

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Redaktion Holzwickede
Jahrgang 1985, aufgewachsen auf dem Land in Thüringen. Fürs Studium 2007 nach Dortmund gekommen. Schreibt über alles, was in Holzwickede passiert. 17.000 Einwohner mit Dorfcharakter – wie in der alten Heimat. Nicht ganz: Dort würden 17.000 Einwohner locker zur Kreisstadt reichen. Willkommen im Ruhrgebiet.
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Christian Greis

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