Vater und Sohn bilden ein kriminelles Lese-Duo

dzHolzwickeder Krimi-Autor

Das wird für den Holzwickeder Autor Thomas Matiszik eine neue Erfahrung: Er und Sohn Max teilen sich eine Lesung. Matiszik kündigt zudem den dritten Fall für Ermittler Peer Modrich an.

Holzwickede

, 24.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer „Karlchen“ und „Blutgeschwister“ mochte, kann sich freuen: Thomas Matiszik kündigt für kommenden März seinen dritten Modrich-Krimi an. Zuvor gibt es aber eine Premiere mit Sohn Max: Am Sonntag, 4. November, werden beide im Vivo an der Hauptstraße lesen – Matiszik Senior aus seinen beiden bislang erschienenen Werken, der Junior aus „Das mysteriöse Begräbnis“. Zwar ohne ISBN-Nummer, aber dennoch habe man das erste Buch des 14-Jährigen in einer kleinen Auflage drucken lassen. Und der Sohn orientiert sich am Tempo des Vaters: „Das zweite Buch ist auch schon fertig und am dritten schreibe ich gerade“, sagt Max.

Neue Bücher in der Pipeline

Während der Jugendliche damit eine Trilogie um zwei Agenten namens Charles und Louis beenden will, sitzt auch Thomas Matiszik schon am nächsten Buch. Und Überraschung: Peer Modrich wird darin nicht ermitteln. Wenn im Frühjahr kommenden Jahres „Totkehlchen“ erscheint, dann wird es der zumindest vorerst letzte Fall für den an Morbus Meulengracht leidenden Kommissar sein. Danach soll etwas Neues kommen. Geschrieben ist „Totkehlchen“ bereits. Der Titel des Buches verweist ansatzweise sowohl auf das Milieu, nämlich den illegalen Tierhandel, als auch die Art und Weise wie der oder die Killer töten. Mehr verrät Matiszik noch nicht.

Am 4. November wird er aus seinen bisherigen Büchern lesen. „Karlchen“ erschien 2016, „Blutgeschwister“ ein Jahr später. Beide Krimis bekamen wohlwollende Kritiken. „Ich setze auf direkte Sprache, hohes Tempo und Brutalität. Dazu kommen rabenschwarzer Humor und überraschende Wendungen“, sagt Matiszik. Er wolle seine Bücher immer so schreiben, wie er sie auch gerne lesen würde. Im Hauptberuf Konzertagent, versucht Matiszik, täglich eine Stunde zu schreiben. „Manchmal kommt man in einen Flow und schafft ein bis zwei Kapitel in der Zeit. Ohne Einfall zu schreiben, macht aber keinen Sinn“, sagt der Autor. Eine gewisse Disziplin sei dennoch wichtig: „Wenn man über Wochen nicht schreiben würde, wäre es sehr schwierig wieder den roten Faden zu finden.“

Dass er Krimis schreibt, habe mit seiner Kindheit zu tun. „Es ist das Genre, mit dem ich aufgewachsen bin. Ein bisschen Horror noch, ein bisschen Fantasy, aber zum Krimi habe ich am ehesten einen Bezug“, sagt der 51-Jährige. Beide Modrich-Fälle sind auch als Hörbuch erschienen. „Karlchen“, in dem der Ermittler einen Serienkiller jagt, wurde einst vom Sänger Laith Al-Deen gelesen. „Blutgeschwister“ hat der Autor selbst eingesprochen, sich dafür drei Tage lang in ein Aplerbecker Tonstudio verzogen. Dass Matiszik nicht nur mit Lesestimme überzeugt, will er seinem Publikum auch zeigen: Die Lesung wird er mit Gitarre und Songs von Farin Urlaub, Seelig und Stefan Stoppok auflockern.

„Karlchen“ hat Matiszik zwar einst auch im Rahmen des Krimifestivals Mord am Hellweg gelesen, mit der diesjährigen Ausgabe steht der Auftritt von ihm und Sohn Max aber nicht in Verbindung. „Das hat sich einfach so ergeben, dass die Lesung jetzt im Vivo passt“, sagt der gebürtige Recklinghäuser, der bislang in Holzwickede zwei Mal in der Gemeindebibliothek aufgetreten ist.

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Das Vivo öffnet am 4. November für die Lesung außer der Reihe sonntags seine Türen. Die Lesung von Thomas und Max Matiszik ist kostenlos, es wird aber um eine Platzreservierung vorab unter Tel. (02301)2577 gebeten. Beginn der Veranstaltung ist um 17 Uhr an der Hauptstraße 47. Zur Autorenseite von Thomas Matiszik geht es hier.
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