Sachbeschädigungen am Schulzentrum und insbesondere am CSG will die Gemeinde nicht länger hinnehmen. © Privat
Thema im Fachausschuss

Vandalismus in Holzwickede: Ortsjugendring fordert klare Strategie ein

In den vergangenen Monaten kam es am Schulzentrum wiederholt zu Fällen von Vandalismus. Der Ortsjugendring wünscht sich im Sinne örtlicher Vereine von der Verwaltung eine klare Strategie.

Ob im Frühjahr, im Sommer oder im Herbst: Mittlerweile schlagen Vandalen in der Gemeinde quasi quartalsweise zu: So brannten bereits Papiercontainer, fand sich allerlei Unrat auf dem Schulhof, gingen Scheiben zu Bruch. Während der Sommerferien randalierten Unbekannte am Treffpunkt Villa, zerstörten hier den von Ferienkindern aufgebauten Bauspielplatz. Und auch der Aufzug der Brücke an der Neuen Caroline fiel zwischenzeitlich aus, weil übermutige Jugendliche hier unterwegs waren und letztlich eine Scheibe zu Bruch ging.

Immerhin: Im letzten Fall wurde ein junger Mann überführt; zeigten Aufnahmen der Überwachungskameras vor Ort, wie er einen Stein gegen die Scheibe wirft. Nun könnte man schlussfolgern: mehr Überwachungskameras, weniger Vandalismusschäden. Eine Option, die man zumindest durchrechnen wolle, wie Holzwickedes Erster Beigeordneter, Bernd Kasischke, kürzlich klarmachte.

Das Holzwickeder Juso-Mitglied Frederik Bald (SPD) hat zum eingezäunten Schulzentrum eine klare Haltung. © Greis © Greis

„Es kann ja nicht sein, dass man immer erst aktiv wird, wenn etwas passiert.“

Frederik Bald, OJR-Vorstandsmitglied

Überwachung per Video wäre insbesondere in einem sensiblen Bereich wie dem Schulzentrum indes eine Maßnahme, die der Ortsjugendring (OJR) wenn überhaupt als aller letztes Mittel verstehen würde. Seitens des Dachverbandes für Vereine und Institutionen, die sich in der Kinder- und Jugendarbeit einbringen, würde man sich zunächst mal einen Bericht seitens der Verwaltung über den Sachstand Vandalismus wünschen – und fordert den im öffentlichen Ausschusses für Jugend, Familie, Senioren und Soziales am Montag ab 17.30 Uhr in der Rausinger Halle ein.

Klärender Sachstandsbericht zu Vandalismus im Ort gefordert

„Wir und die Vereine hören und lesen viel. Aber so richtig klar wissen wir nicht, was Sache ist“, sagt Frederik Bald aus dem OJR-Vorstand. Dass zuletzt von Kameras gesprochen wurde, obschon es zuvor auch ein Gespräch zwischen Verwaltung und OJR gab, mit Aussicht auf verstärkte Jugendarbeit vor Ort, irritiert im Ortsjugendring zumindest, der sich für mehr finanzielle Mittel in dem Bereich einsetzt.

Auch nach dem Austausch mit Vertretern von Vereinen hegt Frederik Bald persönlich zumindest die Vermutung, dass es sich bei den Vandalen am Schulzentrum um stets die selben Unruhestifter handeln könnte. „Es macht schon den Eindruck, als ob sich da Personen bewusst treffen, um zu provozieren. Vielleicht will sich da eine kleine Gruppe in den Vordergrund spielen, um Aufmerksamkeit zu bekommen.“

Um Vandalismus vorzubeugen, brauche es aus seiner Sicht mittelfristig ein Gesamtkonzept zur Prävention. „Es kann ja nicht sein, dass man immer erst aktiv wird, wenn etwas passiert.“

Über den Autor
Redaktion Holzwickede
Jahrgang 1985, aufgewachsen auf dem Land in Thüringen. Fürs Studium 2007 nach Dortmund gekommen. Schreibt über alles, was in Holzwickede passiert. 17.000 Einwohner mit Dorfcharakter – wie in der alten Heimat. Nicht ganz: Dort würden 17.000 Einwohner locker zur Kreisstadt reichen. Willkommen im Ruhrgebiet.
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Christian Greis

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