Ursula Pardemann geht in den Vorruhestand

dz48 Jahre im Dienst der Gemeinde

Sie ist in Holzwickede aufgewachsen, zur Schule gegangen und hat ihre Ausbildung in der Verwaltung der Emschergemeinde absolviert: Nach fast einem halben Jahrhundert im Dienst der Gemeinde, wurde Ursula Pardemann am Dienstag in den Vorruhestand verabschiedet.

Holzwickede

, 24.07.2018, 12:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Ursula Pardemann verabschiedet sich zum 1. August die dienstälteste Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung in den Vorruhestand – 48 Jahre lang war sie für die Gemeinde tätig. Am Dienstag wurde sie von Bürgermeisterin Ulrike Drossel und den Kollegen aus der Verwaltung verabschiedet. „Du hast dich über die Jahre auf der Karriereleiter Stück für Stück weiterentwickelt“, sagte Drossel über Pardemann, die im Laufe ihrer Dienstzeit alle Verwaltungsabteilungen durchlief – bis auf das Sozialamt. Besondere Freude habe ihr früher die Arbeit im Fachbereich Schule, Kultur und Sport gemacht. „Das war abwechslungsreich, man hatte viel Kontakt zu den Bürgern“, sagt Pardemann. Gerne erinnert sie sich auch an die Zusammenarbeit mit der ehemaligen Bürgermeisterin Margret Mader. Mit ihr als Vorsitzende des Kulturausschusses habe man einige Veranstaltungen auf den Weg bringen können.

Auch für Städtepartnerschaften und das Archiv war Pardemann zwischenzeitlich zuständig. Weil sich die Aufgabenbereiche mitunter überschnitten, sei die Archivtätigkeit immer etwas auf der Strecke geblieben. Seit dem Jahr 2000 war Ursula Pardemann in der Immobilenverwaltung tätig. „Du kennst hier jedes Mauseloch“, sagte Bürgermeisterin Drossel denn auch über die akribische Mitarbeiterin, die sich als alleinerziehende Mutter einer mittlerweile 30-jährigen Tochter schon in jungen Jahren weitergebildet habe. Von 1987 bis 1990 war Pardemann zudem Vorsitzende im Personalrat.

„Wenn man darüber nachdenkt, dass man dem einen oder anderen Kollegen demnächst zum letzten Mal zuwinkt, ist das schon komisch“, sagt Pardemann, die am Dienstag keine große Abschiedsszene veranstalten wollte. Offiziell in Rente geht die Holzwickederin erst zum 1. Januar 2020. Als ihre Verabschiedung jedoch beendet war, Pardemann Ehrenurkunde und kleine Präsente erhalten hatte, ließ sie sich dann doch noch von den Kollegen überraschen: Die warteten im Flur des Rathauses mit einem riesigen italienischen Genusspaket, das der scheidenden Kollegin den Einstieg in den Vorruhestand erleichtern soll. „Zu Hause muss ich dann viel ordnen. Da ist in letzter Zeit viel liegen geblieben, ehe es im Oktober in den Urlaub geht“, sagte Ursula Pardemann, die ansonsten gerne läuft und schwimmt. Auch für die Arbeit im Freundeskreis Holzwickede-Louviers bleibt der 2. Vorsitzenden nun mehr Zeit. Obwohl sie auch einschränkt: „Ein Freund hat mir gesagt, dass ich nun auch mal lernen muss, ‚Nein‘ zu sagen“, will sich Pardemann künftig auch mehr Zeit für sich nehmen.

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