Umgestaltung des Festplatzes könnte erheblich teurer werden – Neue Ideen sind gefragt

dzPlatz von Louviers

Die Umgestaltung des Festplatzes sorgt immer wieder für neue Hürden. Nun könnte das Projekt deutlich teurer werden als geplant. Die Holzwickeder Verwaltung sucht nach möglichen Alternativen.

Holzwickede

, 25.10.2020, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Platz von Louviers sollte dieses Jahr im Zuge des Kita-Neubaus umgestaltet werden. Die Planung verzögerte sich, der Baustart rückte immer weiter nach hinten. Nun könnte er sich weiter verzögern.

„Es gibt Projekte, da steckt der Wurm drin.“ Selten hat ein Satz besser zu einem Projekt gepasst, als die Worte von Bürgermeisterin Ulrike Drossel zur Umgestaltung des Festplatzes. Das Projekt sei „eine nie endende Geschichte, bei der sich immer neue Probleme zeigen“.

Mehrheit war für zeitnahe Umsetzung

Die knappe Mehrheit von SPD, FDP und Grünen hatte beschlossen, den Festplatz im Zuge des Kita-Neubaus zu entsiegeln, eine naturnahe Parkfläche daraus zu machen, und auch den Weg davor neu zu gestalten. Erst gab es Hoffnungen, die Maßnahme mit ISEK-Geldern zu fördern, davon musste sich die Gemeinde jedoch verabschieden. Für 2020 wurden ihr keine Fördermittel bewilligt.

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Die Politik entschied: Das Projekt soll trotzdem zeitnah umgesetzt und aus eigenen Mitteln finanziert werden. Im Haushalt wurden dafür 200.000 Euro berücksichtigt. Protest zu den Planungen gab es vor allem von Seiten der CDU und des Bürgerblocks.

Erste Planungskosten zeigten dann allerdings, dass das Projekt teurer wird als erwartet. 226.000 Euro sollte die Umgestaltung in der ersten Prognose kosten, auch das segnete die Politik ab. Auch von dieser Zahl musste man sich mittlerweile verabschieden. Durch die verzögerte Ausschreibung haben sich die Submissionen noch einmal erhöht. Drossel spricht von einer Steigerung von „fast 50 Prozent über den im Haushalt stehenden 200.000 Euro“.

Gemeinde zwischen den Stühlen

Damit lässt sich das Projekt nur noch verwirklichen, wenn die Gemeinde eine überplanmäßige Ausgabe erbringen würde. „Da unser Haushalt für 2020 ein großes Defizit aufweisen wird, müssen wir da sorgfältig planen“, sagt Drossel. Ursprünglich war eine Sondersitzung des Planungsausschusses einberufen worden, um die Sache abzuwickeln, „Da wussten wir aber noch nicht, wie teuer das wird“.

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Nun sucht die Gemeinde nach einer Möglichkeit, dem Wunsch der Politik nach einer zeitnahen Umsetzung nachzukommen, ohne immense Summen ausgeben zu müssen. „Wir müssen mit dem Thema verantwortungsbewusst umgehen und den gefassten Beschluss trotzdem umsetzen. Wir müssen an dem Festplatz und der Kita etwas machen.“

Laut Drossel möchte man der Politik nun ein neues Angebot machen. „Wir möchten das Projekt in abgespeckter Form neu beauftragen.“ Sprich: Eine neue Ausschreibung soll einen hoffentlich günstigeren Betrag bringen. „Wir haben für die Planung schon einen hohen Betrag ausgegeben.“ Ganz aufgeben will man das Projekt nicht.

Politik muss mitarbeiten

Dafür muss die Verwaltung jedoch auf die Mitarbeit der Parteien hoffen. Denn der komplette Beschluss muss wegen eines nicht wirtschaftlichen Ergebnisses zurückgenommen und die neue Ausschreibung bewilligt werden. Erst dann können sich die Planer wieder mit neuen Kostenvoranschlägen auf das Projekt bewerben.

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„Wenn die Politik sagt, wir müssen das Projekt trotz der hohen Kosten umsetzen, wandert das Projekt in den Rat“, erklärt Drossel. Der müsste dann noch einmal darüber abstimmen. Will auch der das Projekt durchsetzen, „können wir nicht mit einem guten Haushalt aus diesem Jahr raus gehen“.

Stimmt die Politik dem Vorschlag der Verwaltung allerdings zu, wird es bald eine neue reduzierte Ausschreibung für die Umgestaltung des Festplatzes geben. „Manchmal steckt einfach der Wurm drin“, sagt Drossel.

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