UKBS verschärft Überwachung auf der Baustelle im Holzwickeder Emscherpark

dzKita-Neubau

Es gibt zwar keine konkreten Anhaltspunkte, doch der Verdacht auf Sabotage liegt auch einen Tag nach Entdeckung der Vandalismus-Schäden auf der Kita-Baustelle im Emscherpark nahe.

Holzwickede

, 23.07.2019, 17:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir haben keine neuen Erkenntnisse in dem Fall“, sagt Polizeisprecher Thomas Röwekamp, doch bei der UKBS, die als Bauherr bei dem Neubau fungiert, sitzen Ärger und Enttäuschung über den Vandalismus tief.

„Vandalismus und Diebstahl von Metall, von Kabeln, von Baumaterialien, die noch verbaut werden sollten – das ist das eine“, sagt Architekt Martin Kolander, Prokurist bei der UKBS. „Aber bei dem, was hier passiert ist, deutet nichts auf eine persönliche Bereichung der Täter hin.“

Völlig neue Erfahrung für den Bauherrn

Eine Erfahrung, die für die UKBS völlig neu ist. „In der Form ist es das erste Mal, dass wir mit so einer Situation konfrontiert werden.“ Ein „solches Maß“ an Zerstörungswut und Vorfällen auf einer Baustelle, die es erst seit drei oder vier Wochen gäbe, sei absolutes Neuland für die kreiseigene Bau- und Siedlungsgesellschaft, zu deren Gesellschaftern auch die Gemeinde Holzwickede gehört. „Ich glaube, Sabotage ist hier das richtige Wort“, sagt Kolander.

Kontrollen werden verstärkt

Um Sabotage sowie klassischem Vandalismus künftig einen Riegel vorzuschieben, setzt die UKBS noch mehr auf Baustellenüberwachung außerhalb der klassischen Betriebszeiten. „Wir haben eine Firma engagiert, die auf die Bauüberwachung spezialisiert ist, und nun gibt es mehrere Mechanismen, wie wir bei künftigen Vorfällen reagieren können“, erklärt Kolander.

Und diese Sicherungsmaßnahmen werde auf unbestimmte Zeit ausgeführt. „Das treibt natürlich die Kosten in die Höhe“, ärgert sich Kolander, denn unterm Strich schadet das der Gemeinde Holzwickede und damit vor allem dem Steuerzahler.

Konkrete Auswirkungen noch unklar

Inwieweit die Sabotage-Akte – immerhin wurde eine Baumaschine bewusst und mit Vorsatz beschädigt, indem Hydraulikleitungen und Kabel zerschnitten wurden – auch Auswirkungen auf die Bauzeit haben werden, ist noch unklar. „Bis jetzt haben wir vom Bauunternehmer noch keine Baubehinderungsanzeige bekommen“, sagt Kolander. „Und ich hoffe, dass es auch gar nicht erst dazu kommen muss.“ Denn wenn es trotz Sicherheitsmaßnahmen weiteren Vandalismus geben sollte, müsse man noch stärkere Geschütze für die Sicherheit der Baustelle auffahren.

Kita-Plätze dringend benötigt

Kolander hofft jedoch, dass sich die Probleme lösen lassen. „Alles andere wäre einfach total schade.“ Denn eines darf niemand vergessen: Holzwickede braucht die Kindergartenplätze, die dort entstehen, ganz dringend.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Ex-Abgeordneter Hüppe
Kritik an Bodelschwingh-Schule: Falsche Förderung und ein Hindernis für die Inklusion
Hellweger Anzeiger Kinderhospizdienst
Nach rührender Weihnachtsaktion: Laura und Maja (10) überreichen ihre Spende
Hellweger Anzeiger Urlaubsguru
Uniq erklärt Wandel: Urlaubsguru und Sportmode boomen, Tierbedarf und Kreuzfahrten nicht
Hellweger Anzeiger Pastoraler Raum
20. Brief zu Weihnachten: Katholiken blicken auf eine Zukunft voller Herausforderungen
Meistgelesen