Trotz gestiegener Ausbildungsplätze: Die gute Konjunktur hat auch eine Kehrseite

dzIHK-Wirtschaftsgespräch

Am Mittwoch lud die Dortmunder IHK zum Wirtschaftsgespräch in den Hauptsitz der Montanhydraulik GmbH. Die Konjunktur stellt die Unternehmen zufrieden. Die Herausforderung: Fachkräfte finden.

Holzwickede

, 13.11.2018, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min

60 Teilnehmer hatten sich bei Montanhydraulik zu Betriebsbesichtigung und Gespräch eingefunden. Die aktuelle Herbst-Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund stimmt positiv: 181 Unternehmen mit 34.000 Beschäftigen haben teilgenommen, 97 Prozent beurteilen die aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend. Vor Ort bekräftigen das zwei Holzwickeder Unternehmen.

Ralf Becker, Vorsitzender der Montanhydraulik-Geschäftsführung, kann im laufenden Geschäftsjahr erstmals seit 2013 einen Wachstumskurs verkünden. Eine Ausweitung der Geschäfte nach Nordamerika habe man trotz der aktuell schwierigen internationalen Handelspolitik nicht bereut. An Fachkräften mangelt es aktuell noch nicht, sehr wohl sei es aber schwieriger geworden, Auszubildende auf dem Niveau der Vorjahre zu finden, so Becker. Die kürzlich vorgestellte Kooperation mit einer Dortmunder Realschule sei nur ein Schritt, dem entgegenzuwirken.

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Ob wie Montanhydraulik seit 1952 vor Ort, oder wie die Gastrohero GmbH seit 2015: Auch das einstige Startup-Unternehmen sieht im geeigneten Personal eine große Herausforderung. Duale Studiengänge mit einer Fachhochschule für Ökonomie und Management sind hier laut dem Personalleiter Peter Bäumer ein Ansatz. Aktuell hat das Unternehmen für Gastronomiebedarf 17 junge Menschen in Ausbildung.

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Mit der aktuellen Zahl der Ausbildungsbetriebe in der Gemeinde zeigt sich IHK-Geschäftsführer Stefan Schreiber hochzufrieden. Die liegt Ende Oktober bei 112. Im Vorjahr waren es 109. Im gesamten IHK-Bezirk sind aktuell 5084 Verträge eingetragen. Als kleine Gemeinde im Kreis Unna weiß man um die Bedeutung der örtlichen Unternehmen und wirbt mit niedrigen Steuern: „Andere Städte haben angepasst, wir bleiben stabil“, kündigte Bürgermeisterin Ulrike Drossel an, dass man die Gewerbesteuer unangetastet bei 460 Punkten belässt. Es ist die niedrigste Gewerbesteuer im Kreis Unna.

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