Trotz Corona-Krise: Friedensfest am Kellerkopf soll wieder stattfinden

dzDenkmalpflege

Im vergangenen Jahr war das Friedensfest am Kellerkopf ausgefallen, diesmal soll es wieder stattfinden. Trotz, oder eher gerade wegen der aktuellen Krisen-Situation.

Holzwickede

, 26.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hartmut Mertin sieht das Kellerkopf-Denkmal im Holzwickeder Süden grundsätzlich in einem guten Zustand. Damit ist schon mal eine Voraussetzung für eine Neuauflage des Friedensfestes erfüllt, das Mertin mit dem 130er-Denkmal-Verein, schon seit mehreren Jahrzehnten jedes Jahr an Pfingsten feiert.

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Um so ein Fest auf die Beine zu stellen, gibt es allerdings noch einige weitere Voraussetzungen. Das eine ist die Unterstützung durch Anwohner, andere Vereine und zuletzt auch aus der Basis des eigenen Vereins, der laut Vorstandschef Mertin momentan an die 200 Mitglieder zählt. Leider, so findet er, kann oder will sich nicht jedes Mitglied aktiv im Verein engagieren.

„Die haben mich ganz schön hängen lassen“

Im vergangenen Jahr war das einer der Gründe dafür, dass das Fest letztlich ausgefallen war. Wie er erzählt, hatten zuvor einige Mitglieder angekündigt, darunter auch jüngere, sich im Verein stärker einbringen zu wollen. Am Ende seien viele von ihnen kurzfristig wieder abgesprungen: „Die haben mich ganz schön hängen lassen“, sagt Mertin viele Monate später.

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In diesem Jahr, am 31. Mai, sieht das allerdings wieder anders aus: Viel Unterstützung hat Mertin diesmal vom Bürgerschützenverein Lichtendorf-Geisecke zugesagt bekommen. Neben Besuchern aus der Gemeindemitte erhofft sich Mertin an Pfingsten daher also auch noch viele Menschen aus den beiden Nachbarorten jenseits der Gemeindegrenze.

Die Kooperation mit dem Schützenverein vereinfacht ihm aber vor allem die Organisation des Friedensfestes ungemein: Die Schützen würden sich vor allem um die Verpflegung sorgen und etwa einen Bierwagen stellen. Mertin habe damit schon mal einige Sorgen weniger.

Friedensfest durch Corona-Krise bedroht?

In diesem Jahr könnte Mertin aber eine Sache in die Parade fahren, die er wohl kaum beeinflussen kann: Der langjährige Vorsitzende des 130er-Denkmal-Vereins verfolgt derzeit aufmerksam die Berichterstattung um die Verbreitung des Coronavirus.

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Noch ist unklar, wie lange die aktuellen Verhaltensregeln noch Bestand haben werden. Ob und unter welchen Bedingungen ein Friedensfest am Kellerkopf-Denkmal stattfinden könnte, ist derzeit nicht absehbar. Mertin jedenfalls will sich auf die Ausrichtung der Veranstaltung vorbereiten und geht davon aus, dass es stattfinden kann. Die Wichtigkeit solcher Feste steht für ihn außer Frage: „Es geht darum, dieses Denkmal als Mahnmal gegen den Krieg zu feiern.“

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