Dorfkrug in Holzwickede lädt zum spontanen Trödelmarkt nach dem Motto „Alles muss raus“

Gaststätten

Zum 31. August muss der Dorfkrug leer sein. Dann hat die Traditionsgaststätte neue Eigentümer und die Räume werden zu einer Wohnung umgebaut. Am Sonntag bitten die Wirtsleute deshalb zum Trödelmarkt.

Holzwickede

, 25.07.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dorfkrug in Holzwickede lädt zum spontanen Trödelmarkt nach dem Motto „Alles muss raus“

Teller, Schüsseln, Suppenkellen: Vieles aus dem Inventar des Dorfkrugs hat schon den Besitzer gewechselt. Am Sonntag gibt es einen weiteren Trödelmarkt. © Udo Hennes

Einen Abverkauf hat es schon gegeben. „Das war ein voller Erfolg“, freut sich Ex-Wirtin Renate Robbert. Denn viele Dinge konnten nicht nur an den Mann gebracht werden, mit Theke, Tischen und Stühlen wurde auch noch ein gemeinnütziger Zweck unterstützt.

„Ich freue mich schon darauf, wenn ich dann bald mal im neuen Vereinsheim des Radsportvereins Methler zu Gast sein werde und dann auf meinen Möbeln sitzen kann“, sagt Renate Robbert lachend.

Abschied fällt schwer

Der Abschied fällt den ehemaligen Wirtsleuten ohne Frage schwer, doch sie haben keine andere Möglichkeit, als sich von allen Dingen, die die einstige Kneipe ausmachten, zu trennen. Alles einfach wegzuwerfen, das ist für die beiden unvorstellbar.

Eben weil der erste Abverkauf so gut lief, und es bis zum zweiten geplanten am 11. August noch eine lange Zeit dauert, hat sich das Paar entschlossen, nochmal spontan zu einem Trödelmarkt einzuladen.

„Dafür hat mein Mann dann auch nochmal die Scheune durchforstet“, verrät Renate Robbert. „Da sind etliche alte Schätzchen zu Tage gekommen, die bestimmt dem einen oder anderen gefallen werden“, ist Robbert überzeugt.

Porzellan und Schätze aus der Scheune

Auch Porzellan, Gläser und andere Dinge aus dem Gaststätten-Inventar werden zum Verkauf bzw. zur Abgabe stehen – und Renate Robbert hat das Gefühl, durch ein Kaufhaus zu laufen. „Das ist wie früher bei Heinze.“

„Die Kühlschränke sind natürlich weg, aber wir haben beispielsweise auch noch den großen Gasherd, auf dem alles gekocht wurde“, beschreibt Robbert. Ob sich für den jemand finden wird, zweifelt sie selbst zwar an. „Aber man weiß es ja auch nicht. Vielleicht sucht ja jemand genau so einen Ofen.“ Raus muss das gute alte Stück so oder so. Im Zweifel tritt es seinen letzten Weg zum Wertstoffhof an. „Es muss ja alles raus“, sagt Renate Robbert.

Sonntag von 11 bis 14 Uhr im Dorfkrug

Am kommenden Sonntag, 28. Juli, ist der spontane Trödelmarkt im Dorfkrug an der Ecke Goethe- und Birkenstraße von 11 bis 14 Uhr geöffnet. „Beim letzten Mal waren wir länger da, aber nach 14 Uhr kam niemand mehr. Deshalb haben wir uns jetzt für dieses Zeitfenster entschieden“, sagt die ehemalige Wirtin.

Und auch wenn es jetzt den an sich ungeplanten Trödelmarkt gibt: Der zweite große Abverkauf am 11. August bleibt als Termin bestehen: „Es muss ja alles raus. Wir räumen hin und her. Da finden sich immer wieder Dinge, die vielleicht noch jemand gebrauchen kann.“ Und bevor es auf dem Müll landet, können Interessierte nochmals einen Blick darauf werfen.

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