„Totalschaden“ in der Schönen Flöte: Das Nichtschwimmerbecken kann nicht saniert werden

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Der Riss im Nichtschwimmerbecken der Schönen Flöte ist gravierender als zunächst gehofft: Für das Becken bedeutet diese Erkenntnis das Aus in seiner jetzigen Form.

Holzwickede

, 21.07.2020, 15:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Der Riss ist einfach zu groß und zu stark“, sagt Stefan Petersmann, Chef der Holzwickeder Wasserversorgung, der am Dienstag den Totalschaden des Nichtschwimmerbeckens in der Schönen Flöte bekanntgab. Zuletzt hatten Verwaltung und Politik noch gehofft, dass nach einer Begutachtung des Beckens in den Sommerferien dann im nächsten Betriebsausschuss (31. August) zwischen mehreren Sanierungsvarianten entschieden werden könnte.

Das Ausmaß des Schadens machte Verwaltung und Politik schließlich einen Strich durch die Rechnung: Ein interfraktioneller Arbeitskreis hat gemeinsam mit der Verwaltung, die sich bei ihrer Beurteilung auf die Meinung zweier externer Firmen beruft, entschieden, dass eine Sanierung in keiner Form möglich ist.

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Öffnung des Nichtschwimmerbeckens in der Schönen Flöte rückt in weitere Ferne

Für die Freibadgäste bedeutet das vor allem eines: Dass jemand in absehbarer Zeit auch nur einen Fuß in das stark beschädigte Becken setzen kann, ist damit endgültig vom Tisch.

Zwar war allen Beteiligten durchaus schon klar, dass das Nichtschwimmerbecken in dieser Freibad-Saison nicht mehr öffnen kann. Durch die jüngste Hiobsbotschaft rückt ein Plan zur Wiederinbetriebnahme des Beckens in weitere Ferne. Mehr noch: Eine Sanierung des Beckens bezeichnet Petersmann in einer Mitteilung als „fahrlässig“.

Der riesige Riss im Nichtschwimmerbecken ist gravierender als zunächst gehofft. Wie Stefan Petersmann (Bild), Chef der Holzwickeder Wasserversorgung, erläutert, ist eine Sanierung des Beckens nicht möglich.

Der riesige Riss im Nichtschwimmerbecken ist gravierender als zunächst gehofft. Wie Stefan Petersmann (Bild), Chef der Holzwickeder Wasserversorgung, erläutert, ist eine Sanierung des Beckens nicht möglich. © Udo Hennes

Das hat zwei Gründe: Wenn man das Becken sanieren würde, so erläutert er, würde es die Gemeinde mindestens einen fünfstelligen Betrag kosten. Ebenso gewichtig sei die Tatsache, dass Folgeschäden möglich sind: „Wir würden das tun – ohne zu wissen, ob kurz darauf der nächste Spannungsriss entsteht“, so Petersmann.

Dafür, so ist sich Petersmann sicher, werde keine Firma die Verantwortung übernehmen. Mit anderen Worten: Selbst wenn die Gemeinde sanieren wollte, würde sich wahrscheinlich keine Fachfirma finden lassen, die für anschließende Mängel haften würde.

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Arbeitskreis war sinnvoll: „So konnten wir schnell reagieren“

Der Chef der Wasserversorgung versichert, dass umgehend eine Grundlagenermittlung beginnen soll. Das bedeutet: In den kommenden Wochen wird das Becken gewissermaßen aufgemacht und gründlich untersucht.

Wie Petersmann klar macht, muss das im Jahr 2003 für 517.000 Euro gebaute Nichtschwimmerbecken jetzt gänzlich neu betrachtet werden. Dass ein Arbeitskreis mit der Beteiligung aller im Rat vertretenden Parteien gegründet wurde, war laut Petersmann sinnvoll: „So konnten wir schnell agieren.“

Auch wenn Stand jetzt die Zukunft des schadhaften Beckens in alle Richtungen offen ist, so tätigt Petersmann eine Aussage, die den Freibadgästen Mut machen dürfte: „Das Nichtschwimmerbecken ist von zentraler Bedeutung. Es dient den Vereinen zum Trainieren. Außerdem wird es von den Frühschwimmern genutzt. Unser Ziel ist es, das Nichtschwimmerbecken zu erhalten“, sagt der Chef der Wasserversorgung.

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Im nächsten Betriebsausschuss will man eine Grundsatzentscheidung treffen

Das gestalte sich in der Ferienzeit als schwierig. Der Planer aus der zuständigen Fachfirma befinde sich derzeit im Urlaub. Wichtig sei aber, „dass wir jetzt nach außen zeigen: Da tut sich was, hier geht es weiter“, findet Petersmann und plant: „Unser gemeinsames Ziel ist es, in der nächsten Betriebsausschusssitzung einen Schritt weiter zu sein, um eine Grundsatzentscheidung treffen zu können.“

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