Kleine statt große Lösung: Achtsitzer soll Fahrgäste nach Bedarf kutschieren

dzBuslinie gen Eco Port

In einem Monat endet die Testphase für den Eco-Port-Shuttle. Der Test war nicht erfolgreich. Nun wurden neue Details genannt, wie die Alternative aussehen könnte.

Holzwickede

, 25.09.2019, 11:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Knapp ein Jahr lang haben Gemeinde, Kreis Unna, die VKU und der Airport Dortmund kooperiert, damit in den Stoßzeiten am Morgen und gegen Abend der eigentliche Airport-Shuttle einen Umweg über die Gottlieb-Daimler-Straße fährt. Hier sollten an drei Haltestellen Mitarbeiter aus dem Eco Port ein- und aussteigen. Zuletzt waren die gesonderten Tickets hierfür sogar kostenlos.

Aber: Die Fahrgastzahlen stimmten nicht. Die Verantwortlichen sahen das Problem in der Nordstraße. Deren Verkehrsaufkommen schluckte auch das Busangebot. Unpünktlichkeit und Unzuverlässigkeit machten den Bus nicht attraktiv für Arbeitnehmer. Und für andere Fahrgäste war der Bus nicht freigegeben - zumindest nicht zu Konditionen der VKU. Es gelten die Tarife des Flughafens: 3 Euro pro Fahrt.

Ein Achtsitzer für Fahrgäste nach Bedarf

Wenn am 25. Oktober mit dem Sommerflugplan des Airports auch die Testphase für den Eco-Port-Shuttle endet, steigt der Airport aus. Das Ende für eine ÖPNV-Verbindung zwischen Bahnhof und Eco Port soll das aber nicht sein. Das hat Wirtschaftsförderer Stefan Thiel bereits angekündigt. Am Dienstagabend ging er im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Demografie auf Details zu Bus und Kosten ein.

„Wir planen mit einem Achtsitzer über die VKU, der weiterhin zu Stoßzeiten den Eco Port anfährt“, sagte Thiel. Der Bus solle zwar einen festen Takt haben - beispielsweise morgens alle 15 Minuten ab Bahnhof abfahren. Ist der Bus aber früher voll, so dürfe der Fahrer auch früher starten. Dieser Bedarfsbus wird zudem ganz normal in den Linienverkehr eingebunden - für alle Fahrgäste gelten die Tarife der VKU.

Zudem soll der Kleinbus bei Stau auf der Nordstraße diesen auch weiterhin über die Rausinger Straße umfahren dürfen. „Uns stört zwar ausdrücklich, dass wir einen weiteren Bus auf der Nordstraße haben. Das zu vermeiden, war ja eigentlich Sinn der Kooperation mit dem Airport“, sagte Holzwickedes Erster Beigeordneter Bernd Kasischke. Dadurch die Verbindung zu halten, überwiege aber. Zumal: „Vom Kostenpunkt her ist es ein sensationelles Angebot der VKU.“

7000 Euro im Jahr für kleine Lösung

Für die Kleinbus-Verbindung müsste die Gemeinde anteilig 7000 Euro im Jahr zahlen. Einstellen im Haushalt würde man aber 14.000 Euro, um im Bedarfsfall auf einen größeren oder zweiten Bus zurückzugreifen. Die andere Hälfte der Kosten müsste der Kreis Unna tragen. Deshalb muss über diese Lösung sowohl der Kreistag als auch der Verkehrsausschuss der Gemeinde noch entscheiden.

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