Die Fahrradstation am Bahnhof wird konkret

dzZugang über Chipsystem

Platz für 40 Fahrräder soll die geplante Radstation am Bahnhof bieten. Die Gemeinde hat zuletzt ein konkretes Modell vorgestellt. Für Spontan-Parker wird die Station nicht gedacht sein.

Holzwickede

, 11.10.2018, 16:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die geplante Holzwickeder Anlage wird zum Radstation-Netz der Arbeiterwohlfahrt (Awo) gehören. Die betreibt mit ihrer Das Dies Service GmbH bereits sieben Radstationen in fünf Kommunen im Kreis Unna, die untereinander kompatibel sind. Um Zugang zu den einzelnen Stationen zu bekommen, braucht es nämlich einen elektronischen Chip. Hat ein Radfahrer den, kann er sein Fahrrad in den Stationen in Unna, Lünen, Bönen, Schwerte und Kamen parken. Und demnächst auch in Holzwickede.

Radstationen der Das Dies GmbH finden sich an den Bahnhöfen in Schwerte, Unna, Lünen, Kamen und Bönen. In Lünen (Im Hagen) und Unna (Massener Straße) gibt es auch abseits der Bahnhöfe Radstationen. In Holzwickede und Königsborn sind jeweils Stationen geplant.

Demnächst wird aber frühestens im Laufe des kommendes Jahres bedeuten. Weil die würfelförmige Parkanlage auf dem Bahnsteig zwischen den Gleisen platziert werden soll, muss natürlich auch die Deutsche Bahn mit von der Partie sein. „Wir beschäftigen uns mit der Bahn gerade mit dem Thema Gestattungsvertrag“, sagt Uwe Nettlenbusch, Leiter Technische Dienste. Erst wenn der vorliegt, kann es weitergehen. „Das kann einen Tag dauern oder ein Jahr. Wie das eben so ist, wenn man am Tropf eines Dritten hängt“, sagt Nettlenbusch.

Die Fahrradstation am Bahnhof wird konkret

Auf zwei Ebenen können bis zu 40 Räder verstaut werden. Links sieht man zudem die Schließfächer, in denen Fahrradakkus verstaut und geladen werden können. © Gemeinde Holzwickede

Im April hatten wir berichtet, dass die Radstation rund 75.000 Euro kosten wird. Die Kosten sind mittlerweile auf gut 80.000 Euro gestiegen, davon werden rund 60.000 Euro durch den Zweckverband Westfalen-Lippe (NWL) gefördert. Den Rest zahlt die Gemeinde. „Wegen des Chip-Systems und auch bei Fehlerstörungen braucht es eine Wlan-Verbindung“, erklärt Nettlenbusch die gestiegenen Kosten. Einen Service durch einen oder mehrere Mitarbeiter der Das Dies GmbH wird es vor Ort zunächst nicht geben. Die Anlage funktioniert vollautomatisch.

Die Außenseiten der Radstation sind je sechs Meter lang, an zwei Seiten geschlossen und an den anderen beiden Seiten vergittert. Der Innenraum ist beleuchtet und bietet auf zwei Ebenen 40 Rädern Platz. Zudem sind Schließfächer vorgesehen, in denen E-Biker ihre Akkus nicht nur verstauen, sondern auch laden können. Sobald einem Nutzer mit Chip der Zugang gewährt wird, hat er Zugriff auf alle Räder. Ergo sollte man sein Rad trotz des sicheren Standorts abschließen.

Die Fahrradstation am Bahnhof wird konkret

So ähnlich wie die Radstation am Bahnhof in Schwerte soll auch die Rad-Garage in Holzwickede aussehen. © Foto: Bernd Paulitschke

Die Kosten für einen der 40 Stellplätze orientieren sich an denen der anderen Stationen im Kreis. So könnte ein Monatsticket für Schüler 5 Euro, für Erwachsene 10 Euro kosten. Für ein Jahresabo würden 100 Euro (50 Euro für Schüler) fällig. Inwieweit es Angebote für Tagesparker geben kann, müsse man laut Nettlenbusch noch erörtern. Zielgruppen für die Stellplätze sind aber vornehmlich Berufspendler und Schüler.

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