Kein Strom für Kita am Emscherpark: Anschluss könnte laut UKBS längst gelegt sein

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Es ist ein Hin und Her zwischen den am Bau der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ beteiligten Protagonisten: Versorger Westnetz soll den Stromanschluss legen, wartet auf das Go der UKBS. Der Bauherr indes sieht sich längst für die Arbeiten bereit.

Holzwickede

, 10.07.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wirklich Licht ins Dunkel lässt sich wohl nicht mehr in die genauen Abläufe bringen, die zur aktuellen Verzögerung bei der Fertigstellung der Kita „Sonnenschein“ am Emscherpark geführt haben.

Fakt ist: Das Versorgungsunternehmen Westnetz gibt an, erst am 6. Juni die entsprechenden Anträge für den ausstehenden Stromanschluss des Gebäudes erhalten zu haben.

UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer sagt nun auf Anfrage wiederum, dass der Anschluss bereits am 27. April bestellt und einen Monat darauf durch die Westnetz auch zugesagt wurde. „In der Regel erfolgt der Anschluss dann auch innerhalb von drei Wochen“, so Fischer.

Man warte seitdem darauf, dass an der Baustelle die Tiefbauer anrücken, um die Trasse für den Stromanschluss und weitere Versorger für Gas, Wasser sowie Telefonie und Internet zu ziehen. Seitens der Westnetz hieß es unter der Woche wiederum: Das Go vom Bauherren für die Arbeiten stehe weiterhin aus.

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Dabei bestätigt auch der UKBS-Geschäftsführer – wie zuvor schon die Gemeindeverwaltung als auch die Westnetz, dass es am 23. Juni nochmals einen Ortstermin gegeben hat. „Es ist für uns seltsam, dass nach dem Termin jetzt nochmals auf ein Okay unsererseits gewartet wird“, so Fischer.

Man habe der Westnetz nun nochmals mitgeteilt, dass ein Termin für den benötigten Anschluss nun zeitnah gewünscht werde. Schließlich seien aus Sicht der UKBS die Voraussetzungen für den Anschluss auf und am Baufeld gegeben.

Ohne festen Stromanschluss kein trockener Estrich

Matthias Fischer erklärt, dass eine reguläre Stromversorgung dringend nötig ist, um den Estrich im Gebäude zu trocknen. Die bisherige Versorgung der Baustelle über einen externen Verteilerkasten ist der UKBS zu riskant: Vandalen hatten sich in den vergangenen Monaten mehrmals Zutritt zur Baustelle verschafft. Die Befürchtung ist da, dass der Trocknungsprozess unterbrochen werden könnte – trotz Kameraüberwachung und Wachdienst vor Ort.

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Weiterhin sind die Anschlüsse nötig, damit das Gebäude letztlich vor der Übergabe an den späteren Träger, die Awo Ruhr-Lippe-Ems, abgenommen werden kann. „Das ist bei einer Kindertagesstätte aufwendiger als bei anderen Gebäuden“, sagt Fischer. Bis die Abnahme durch ist, könnten demnach vier Wochen vergehen.

Beim Bauherren hofft man nun, dass der Anschluss noch diesen Monat erfolgt. So wäre zumindest die Fertigstellung bis Ende September realistisch.

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