Bürgerstiftung will finanzielles Engagement von Holzwickedern für Holzwickede ermöglichen

dzStiftung „Gutes tun“

Was in Unna funktioniert, kann auch woanders klappen: Die Sparkasse Unna-Kamen gründet eine neue Stiftung, die sich auf lokale Projekte konzentrieren soll.

Holzwickede

, 22.10.2019, 14:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vermögende Bürger unterstützen mit ihrer Finanzkraft verschiedene Projekte vor der eigenen Haustüre. In Kooperation mit der Sparkasse Unna-Kamen passiert das seit 2006 bereits durch die Bürgerstiftung Unna.

Ob neue Gießkannen für den Friedhof, Fahrradhelme für Flüchtlinge oder Schwimmkurse für Kinder – die Möglichkeiten mit gestifteten Geldern zu arbeiten, sind vielfältig.

Stiftung gründet sich gleichzeitig in drei Kommunen

Das Prinzip aus Unna will die Sparkasse nun auch für Holzwickede, Fröndenberg und Kamen etablieren. Am 4. Dezember wird sich daher gleichzeitig um 19 Uhr in allen drei Kommunen die Stiftung „Gutes tun“ gründen. In Holzwickede wird die Gründungsveranstaltung auf Haus Opherdicke stattfinden.

„Gutes tun“ wird für die drei Kommunen dabei als Dachstiftung fungieren. Darunter werden die Stifter für Holzwickede, Kamen und Fröndenberg aber separat geführt. Geld aus Holzwickede landet am Ende auch nur in Projekten mit Bezug zur Gemeinde. „Wir wollen den Menschen eine Möglichkeit geben, sich vor der Haustüre zu engagieren“, sagt Bernd Wenge aus dem Vorstand der Sparkasse.

Denkmalschutz, Altenpflege, Vereinsleben, Kinderarmut – die Möglichkeiten für finanzielles Engagement sind dabei breit gefächert. Privatpersonen können dabei ab einer Summe von 250 Euro, Unternehmen ab 1000 Euro zum Stifter werden.

Stiftungsfonds für Summen ab 25.000 Euro

Bei sehr großen Summen ab 25.000 Euro ist es zudem möglich, einen Stiftungsfonds mit frei wählbarem Namen einzurichten. Hier legt der Stifter dann auch explizit die Mittelverwendung fest. Laut Wenge gibt es für „Gutes tun“ bereits einen Interessenten für solch einen Fonds.

Ein Stiftungsrat soll nach der Gründung ein Mal im Jahr einen Bericht abgeben, der durch den dreiköpfigen Vorstand bei einem Stifterforum vorgestellt wird. Der Stiftungsrat setzt sich anteilig aus Vertretern der Kommunen zusammen, umfasst anfangs sechs, später bis zu 15 Personen.

Auch soll in jeder Kommune ein regionaler Beirat aus je fünf Personen gebildet werden, der über mögliche Bedarfe vor Ort berät, damit Gelder sinnvoll verwendet werden.

In Unna startete die Bürgerstiftung im Jahr 2006 mit 200 Stiftern und einem Kapital von 200.000 Euro. Mittlerweile sorgen 571 Stifter für Mittel in Höhe von rund 6 Millionen Euro. „Für Unna bedeutet das rund 200.000 Euro jährlich für verschiedene Projekte“, so Wenge.

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