Holzwickedes neuralgische Stellen bei Starkregen

dzStraßen unter Wasser

Durchgehend Regen wie in den vergangenen beiden Tagen gab es seit Wochen nicht. Vor allem bei Platzregen, bei dem in wenigen Minuten große Mengen niedergehen, kommt es in der Gemeinde zu Problemen.

Holzwickede

, 01.10.2019, 13:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Auswirkungen des Starkregens merkte in der Nacht von Sonntag auf Montag die Freiwillige Feuerwehr, die zu sechs wetterbedingten Einsätzen ausrücken musste. So mussten die Kellerstraße, der Hengser Weg und die Langscheder Straße zwischenzeitlich gesperrt werden, weil hier Erde von angrenzenden Feldern auf die Fahrbahn gespült wurde.

Die Aufräumarbeiten beschäftigten den Baubetriebshof noch am Dienstag. „Die Fahrbahnen sind wieder frei, aber die Straßengräben müssen gereinigt werden“, sagt Baubetriebshofleiter Bernd Hellweg. Das Problem laut Hellweg: Die umgepflügten Felder hätten durch die Trockenheit den plötzlichen Regen nicht aufnehmen können. Die lockere Erde sei deshalb auf die Straßen gespült worden.

Kirchstraße und Opherdicker Straße stehen unter Wasser

Nicht nur Hengsen, auch in der Gemeindemitte kam es durch den Starkregen zu Überschwemmungen. Hier liegen die neuralgischen Stellen stets im Bereich von Kirchstraße und Opherdicker Straße. „Wasser, das hier über die Straßen abfließt wird über die Einläufe in die Emscher geleitet, vorher aber über einen Klärschacht gereinigt“, sagt Hellweg. Bei Starkregen würden die Leitungen kapitulieren.

„Das sind unsere Stammkunden“, sagt Feuerwehrsprecher Marco Schäfer und meint regelmäßige Einsätze vor Ort. Werden die Kameraden alarmiert, werden zunächst die Einläufe freigezogen. Reicht das nicht, muss abgepumpt werden.

Auch die Mitarbeiter des Baubetriebshofes versuchen die Einläufe durch Kontrollfahrten frei zu halten, was offensichtlich nicht immer überall zu stemmen ist. „Zu dieser Jahreszeit verstopfen die Einläufe eben schnell durch herabfallendes Laub. Die können Sie reinigen und Stunden später sind sie wieder zu“, sagt Uta Weise, Tiefbauerin bei der Gemeinde.

Feuerwehr müsste entlastet werden

„Dass die Feuerwehr in Ausnahmefällen hilft, ist ja richtig. Aber es kann eigentlich nicht sein, dass sie hier regelmäßig ausrücken muss“, sagt der ehemaliger Leiter des Tiefbauamtes Schwerte und Abteilungsleiter der Stadtentwässerung Dortmund, Rolf Rehling. Der Sachkundige Bürger der Grünen findet, dass man die Zustände nicht hinnehmen sollte.

Die Gründe dafür könnte man seiner Meinung nach erörtern, indem man Fragen nach der regelmäßigen Wartung und Reinigung der Kanäle sowie nach der hydraulischen Berechnung stellt und inwieweit diese aktuell sind. Sollte der berechnete Regen in dem Bereich unterschritten werden und es dennoch zu Rückstau kommen, dann dürfe das eigentlich nicht sein.

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