Der Bolzplatz mit dem angrenzenden Gästeparkplatz im Umfeld des Montanhydraulik-Stadions soll der Standort für ein Sportforum in Holzwickede werden. © Carlo Czichowski
Politik

Sportforum: Grundstück soll nur mit einer bestimmten Klausel an den HSC gehen

In ihren Klausurberatungen für den Haushalt 2022 ist die CDU über einen Punkt gestolpert, der das Projekt Sportforum betrifft. Das Grundstück wollen sie dem HSC nur unter einer Voraussetzung überlassen.

Die CDU hat ihre Haushaltsgespräche beendet. Der Vorsitzende des Ortsverbandes Frank Lausmann und Fraktionschef Frank Markowski haben jetzt die Ergebnisse vorgestellt.

So unterstützt die CDU etwa die Erweiterung des Clara-Schumann-Gymnasiums, für die im Haushalt 2022 Mittel in Höhe von 1,6 Millionen Euro bereitgestellt werden sollen. Zudem tragen die Christdemokraten auch die Sanierung des Nichtschwimmerbeckens in der Schönen Flöte mit: „Der geplanten Kapitalerhöhung des Eigenbetriebs Wasserversorgung in Höhe von 1,6 Millionen Euro stimmen wir zu“, sagt Fraktionschef Frank Markowski.

Zudem kündigt die CDU-Fraktion einen erneuten Antrag für die Aufwertung der Unterführung Nordstraße an. Die Christdemokraten wollen dadurch das Ortsbild verschönern. Blumenampeln, die in der Bevölkerung gut ankommen, hält die CDU nicht nur in der Gemeindemitte, sondern auch in Hengsen und Opherdicke für wünschenswert.

Immobilien der Gemeinde sollen verkauft werden

Kritisch sieht die Fraktion hingegen den Vorschlag der Gemeinde, 50.000 Euro für Planungskosten bezüglich einer potenziellen Nachnutzung der beiden gemeindeeigenen Immobilien an der Allee 4 und 10 einzuplanen, die nach Bezug des Rat- und Bürgerhauses frei werden.

Die CDU wolle sich für einen Verkauf der beiden Immobilien einsetzen und im Idealfall auch Einfluss auf die Nachnutzung nehmen. Konkrete Vorschläge dafür habe man aber noch nicht. Das Geld für die etwaigen Planungskosten, so die Auffassung der CDU, könne man sparen.

Einen Streitpunkt sieht die CDU-Fraktion beim Projekt Sportforum: Nach aktuellem Planungsstand, berichteten Markowski und Lausmann, plant die Gemeinde, die Fläche nahe des Montanhydraulikstadions mit einem Erbpachtvertrag und einer sehr überschaubaren Einmalzahlung für 99 Jahre an den HSC zu vergeben.

Das unterstützen die Christdemokraten zwar grundsätzlich. Sie wollen aber eine Anpassungsklausel vertraglich festhalten. Diese soll sicherstellen, dass, wenn zum Beispiel der Verein seine Gemeinnützigkeit verliert oder durch das Sportforum kommerzielle Einnahmen etwa durch Vermietung an private Unternehmen entstehen, die Gemeinde durch einen Pachtzins an Gewinnen beteiligt werden kann.

Ansonsten ist aus CDU-Sicht Sparen angesagt, um auch in den nächsten Jahren nicht in die Haushaltssicherung zu geraten: „Wir möchten mit dem Geld der Holzwickederinnen und Holzwickeder so umgehen, wie wir es auch privat tun würden und müssen bei der aktuellen Haushaltslage also jede Investition kritisch hinterfragen“, sagt Lausmann.

Über den Autor
Redaktion Unna
1993 in Hagen geboren. Erste journalistische Schritte im Märkischen Sauerland, dann beim Westfälischen Anzeiger in Werne. Spielt in seiner Freizeit gerne Handball und hört Musik.
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Carlo Czichowski

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