Gymnastik-Kurse wie hier auf dem Kunstrasenplatz im Montanhydraulikstadion konnten über den Sommer zwischenzeitlich wieder stattfinden. Geht es nach Ratsherr Friedhelm Klemp sollten sportliche Angebote, insbesondere für Kinder, zügig möglich gemacht werden, wenn es die Corona-Lage zulässt. © Greis
Coronavirus

Sport im Lockdown: So sollen Ballsportarten bald wieder möglich sein

Während der Corona-Lockdown immer härter wird, fordert ein Holzwickeder Politiker, sich frühzeitig auf Lockerungen im Sport einzustellen. Die Bewegungsarmut tue den Menschen nicht gut.

Während der Corona-Krise durften sich Holzwickeder Laufsportler weiter fit halten. Die Gemeinde hat auf Vorschlag eines Ratsmitgliedes den Sportplatz am Schulzentrum ein paar Stunden in der Woche geöffnet. Jetzt ist er wieder dicht. Wer laufen möchte, der kann aber alleine in der Natur joggen.

Das gilt nicht für Ballsportler: Heimische Fußballer, Handballer, Basketballer und andere Mannschaftssportler dürfen momentan weder zum Training noch zu Ligaspielen antreten. Nicht jeder von ihnen hält sich anderweitig fit.

Joggen ist nicht für jeden etwas: Von vielen Holzwickeder wurde aber die Tartanbahn des Sportplatzes an der Opherdicker Straße in den Abendstunden gut genutzt, als im vergangenen Jahr noch das Laufangebot der Gemeinde galt. © Martin Krehl © Martin Krehl

Geht es nach dem Initiator des Laufangebots, so sollte noch vor Wiederaufnahme des Spielbetriebs die Möglichkeit geschaffen werden, dass sich Kinder und Jugendliche unter Aufsicht zum Spielen treffen können. Friedhelm Klemp, Ratsmitglied der Grünen, schwebt vor, dass man Sportplätze auch für diesen Zweck in bestimmten Zeiten öffnen könnte.

Ballsport für Jugendliche: Man könnte schon mit der Planung beginnen

„Das muss nicht sofort sein“, sagt Klemp. Erst wenn die Corona-Lage so etwas zuließe, könne der Vorschlag umgesetzt werden. Momentan sei das eben nicht der Fall. Die jetzt geltende Coronaschutzverordnung mache das unmöglich. Der Ideengeber regt aber an, dass man durchaus kurzfristig mit der Planung beginnen könnte, um dann schnell auf das Infektionsgeschehen reagieren zu können.

Er sorge sich um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, die sich während des Lockdowns zu wenig bewegen könnten. „Ich habe ja früher selbst Fußball gespielt“, sagt Klemp. In die derzeitige Gefühlswelt mancher Jugendlicher könne er sich daher hineinversetzen: „Wenn ich so lange keinen Fußball hätte spielen dürfen, wäre das für mich grausam gewesen“, sagt der Ratsherr.

Ehrenamtliche müssten den Sport beaufsichtigen

Er stellt sich das folgendermaßen vor: Wenn die Corona-Regeln gelockert würde, könne man die Sportplätze für Mitglieder von Sportvereinen öffnen. In kleinen Gruppen könnte dann gespielt werden. Eine wichtige Frage, die der Fachbereich für Schule, Sport und Kultur laut Klemp zu klären hätte, wäre eine Art Betreuung.

Wie der Grünen-Ratsherr betont, müssten Erwachsene in den entsprechenden Stunden die Lage auf dem Sportplatz im Blick behalten, die Jugendlichen gewissermaßen beaufsichtigen. Sollte es zu wenig Freiwillige dafür geben, so würde Klemp jedenfalls in diesem Punkt seine Hilfe anbieten und selbst als Betreuer fungieren.

Über den Autor
Redaktion Unna
1993 in Hagen geboren. Erste journalistische Schritte im Märkischen Sauerland, dann beim Westfälischen Anzeiger in Werne. Spielt in seiner Freizeit gerne Handball und hört Musik.
Zur Autorenseite
Carlo Czichowski
Lesen Sie jetzt