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Spinnrad und Schumacherei – Heimatstube zeigt nachhaltige Handwerkskunst

dzInternationaler Museumstag

Ortsansässiges Handwerk ist im Rahmen der Globalisierung zunehmend verschwunden, ein Stück weit ist es anlässlich des internationalen Museumstags nach Holzwickede zurückgekehrt.

von Lea Brinkmann

Holzwickede

, 20.05.2019 / Lesedauer: 2 min

Ein Stück Geschichte erleben konnten Holzwickeder am Sonntag in der Heimatstube Opherdicke. Der Historische Verein zeigte unter der Leitung von Andreas Heidemann antike Handwerkskunst live.

Handwerklich hergestellte Schuhe halten gut zehn Jahre

Spinnräder kennt die jüngere Generation heute nur aus Märchen. Lothar Störmann hat auf die Frage, wie ein Spinnrad funktioniert, eine simple Antwort: „Drehen, treten und Faden geben“ und darauf achten, dass man nicht gemäß des Sprichworts den Faden verliert. Übersetzt heißt das: das Schwungrad drehen, über den Fußantrieb das Schwungrad in Bewegung setzen und im Takt der Bewegung den zu verspinnenden Faden nachgeben. Um ein Gefühl für das Gerät zu bekommen, empfiehlt Störmann zuerst im Leerlauf zu spinnen. Schafwolle kaufen ist nachhaltig genau wie der Gang zum heimischen Schuhmacher. Schuhmacher Frank Meiritz verrät, dass pro Jahr eine Million Schuhe weggeworfen werden. Im Gegensatz dazu halten Schuhe vom heimischen Schuhmacher gut zehn Jahre. Hergestellt wird ein Schuh in sechs bis acht Stunden, zehn bis fünfzehn Schuhe fertigt Meiritz im Jahr für Holzwickeder an. Die angebotenen Waffeln wurden übrigens nicht mit dem antiken Waffeleisen aus der Ausstellung gebacken. Obwohl Andreas Heidemann versichert, dass das antike Ausstellungsstück noch immer funktioniere.

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