SPD fordert CO2-Ampeln an Holzwickeder Schulen für rechtzeitiges Lüften

dzKampf gegen Corona

Ist die Luft verbraucht, zeigt die Ampel Rot und es ist Zeit zum Lüften: Die SPD fordert entsprechende Geräte für Unterrichtszimmer. Trotz Förderung sieht die Verwaltung eine Umsetzung schwierig.

Holzwickede

, 29.10.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Steigenden Infektionszahlen werden in den nächsten Wochen härtere Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus entgegengesetzt. Eine wichtige Prämisse dabei: Im Gegensatz zum Frühjahr sollen Kitas und Schulen offen bleiben. Lüften ist das Gebot der Stunde, damit sich die Krankheitserreger nicht in der Atemluft konzentrieren.

Um nicht nur in der Kälte zu sitzen aber auch nicht den richtigen Zeitpunkt für offene Fenster zu verpassen, sollen C02-Geräte Alarm geben, wenn die Luft in einem Raum verbraucht ist. Solche Geräte fordert die SPD nun für die hiesigen Schulen und beruft sich dabei auf Fördermittel von Bund und Land, die die Kosten solcher Geräte bis zu 40 Prozent decken.

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Geprüft werden solle auch die Anschaffung mobiler Belüftungsanlagen, die über ein NRW-Sonderprogramm förderfähig wären. „Wir haben gehört, dass Eltern gebeten wurden, sich an den Kosten, gerade der CO2-Ampeln zu beteiligen. Dies kann unserer Meinung nicht sein“, sagt SPD-Fraktionschef Michael Klimziak und sieht die Gemeinde als Schulträger in der Pflicht.

Anschaffung prüfen, weil CO2-Ampeln förderfähig sind

Er wünscht sich, dass das Thema schnellstmöglich behandelt wird. „Wenn es entsprechende Fördertöpfe seitens Bund und Land gibt, dann muss ich doch aktiv werden. Solche Ampeln kosten nicht die Welt, werden gefördert und zeigen an, ob die Luft verbraucht ist. Das beruhigt und gibt Gewissheit“, sagt Klimziak.

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Dass nicht die Eltern sondern die Gemeinde hier in der Pflicht ist, das sieht auch Holzwickedes Erster Beigeordneter so. Inwieweit die Ausstattung von vier Grund- und zwei weiterführenden Schulen aber finanziell zu stemmen ist - da ist Bernd Kasischke trotz Förderung skeptisch: „Wir reden von sehr vielen Räumen. Ein Gerät kostet zwischen 250 und 300 Euro, wovon die Gemeinde je 60 Prozent selbst zahlen müsste“, rechnet er grob vor - in der Summe schwierig.

Dennoch werde man dem Antrag der SPD nachgehen. Nach dessen Eingang bei der Gemeinde am Mittwoch prüft man nun die Zahl der auszustattenden Räume. „Dann werde ich mit dem Kämmerer sprechen müssen“, sagt Kasischke. Klar ist: Zwei bis drei Wochen müsse man der Verwaltung einräumen, um eine Machbarkeit zu prüfen und die Ergebnisse in einem Fachausschuss den Fraktionen darzulegen.

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