Spätblüher sollen der Hummel auch gen Herbst noch Nahrung bieten

dzPflanzarbeiten

Hilfe für die Hummel: So könnte man die Arbeit des Baubetriebshofs im Emscherpark beschreiben. Hier wird gepflanzt – und das dürfte nicht nur die Hummel freuen.

Holzwickede

, 10.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Baubetriebshofs im Herbst in den Boden gebracht haben, ist mittlerweile vielerorts in den öffentlichen Pflanzbeeten zu sehen. Tulpen und Co. blühen bereits.

Auch im Emscherpark wurde kräftig umgegraben. Vier neue Beete wurden angelegt, eines davon geschützt durch eine Natursteinmauer. Gut 70 Strauch- und an die 500 Staudengewächse bringt das Team des Baubetriebshofes hier in die Erde.

„Wir reagieren damit auch auf das Hummelsterben“, sagt Armin Nedomansky, stellvertretender Leiter des Baubetriebshofes. Experten haben beobachtet, dass sich zur Zeit der Lindenblüte im Spätsommer unter den Bäumen viele Hummel-Kadaver finden.

Alternative Nahrungsquelle für die Hummel

Mittlerweile geht man davon aus, dass Hummeln unter Linden massenhaft verhungern, weil die Bäume im urbanen Raum eine der letzten Nahrungsquellen des Jahres für Insekten darstellen.

Mit Spätblühern will man den Insekten im August und September alternative Nahrungsquellen bieten. Hibiskus, Sommerflieder, Katzenminze oder Lavendel sind einige der Pflanzenarten, die im Emscherpark anwachsen. Wenn die gen Herbst blühen, freut das sicher nicht nur die Hummel.

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