So sicher ist der St.-Martinszug in Holzwickede – alle Infos zum großen Laternenmarsch

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Bürokratie pur: Beim St.-Martinszug in Holzwickede werden wieder rund 800 Menschen erwartet. Bei Veranstaltungen dieser Größe ist ein gutes Sicherheitskonzept unerlässlich.

Holzwickede

, 07.11.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Martinsumzug in Holzwickede gilt als einer der größten in der Region. Die Kolpingsfamilie, die den Laternenmarsch seit Jahren organisiert, rechnet am Samstag mit knapp 800 Teilnehmern. Darunter sind in diesem Jahr auch zahlreiche Kinder, die allerdings in vielen Fällen von ihren Eltern beaufsichtigt werden.

Und trotzdem sind die Sicherheitsvorkehrungen laut Walter Kesper, Pressewart bei der Kolpingsfamilie, in jedem Jahr eine große Herausforderung. Zwar wird der Zug in der Regel von der Polizei begleitet, die Planer überlassen aber nichts dem Zufall.

DIE ZUGSTRECKE

ST.-MARTINSZUG IN HOLZWICKEDE

  • Startpunkt des Laternenzuges ist der Marktplatz. Um 18 Uhr geht´s los. Angeführt von St. Martin auf seinem Pferd und begleitet von zwei Musikgruppen ziehen die Kinder mit Ihren bunten Laternen über Allee, Kirchstraße und ein kurzes Stück der Hauptstraße zur Aloysiusschule.
  • Mit diesem gegenüber den Vorjahren verkürzten Zugweg trägt die Kolpingsfamilie nach eigenen Angaben einem von vielen Familien geäußerten Wunsch Rechnung, damit auch kleinere Kinder die Strecke zu Fuß schaffen können.
  • An der Aloysiusschule wartet auf alle Zugteilnehmer die Aufführung des berühmten Martins-Spiels. Auch in diesem Jahr wird das Spiel von Schülerinnen und Schülern der Aloysiusschule aufgeführt.

„Können die Sicherheit selbst gewährleisten“

„Bisher war die Polizei immer da“, sagt Kesper. Für den Fall, dass in diesem Jahr keine Beamten mit marschieren, hat man aber vorgesorgt: „Wir haben im Vorfeld alles genehmigen lassen, was notwendig ist, um die Sicherheit der Veranstaltung auch selbst gewährleisten zu können“, sagt der Pressewart der Kolpingsfamilie.

Für die Organisatoren des St.-Martinszugs in Holzwickede bedeutet das immer „Bürokratie bis zum geht nicht mehr“, wie Kesper verrät. Alles muss mit Kreis und Gemeinde abgestimmt werden: So muss der Zugweg festgelegt werden, an manchen Stellen sind die Laternengänger gezwungen den Bürgersteig zu benutzen. Ansonsten nimmt die Kolpingsfamilie eigene Sperrmaßnahmen vor.

Uneinsichtige Eltern bei St.-Martinszug in Holzwickede

„Man hat immer wieder mit uneinsichtigen Eltern oder Großeltern zu tun, die ihre Kinder auf der Straße gehen lassen möchten“, sagt Kesper. In diesen Fällen müssten die Organisatoren der Kolpingsfamilie oft auf die Vorgaben des Kreises hinweisen.

Eine finanzielle Hürde gibt es durch den Kreis Unna immerhin nicht: Weil es sich beim St.-Martinszug um eine nicht kommerzielle Veranstaltung handelt, bei der eher ein kultureller Aspekt im Vordergrund steht, fallen dafür keine Gebühren an. Dadurch spart die Kolpingsfamilie Geld, das sie anderweitig einplanen kann.

Spende für soziales Projekt aus der Region

So müssen Ross und Reiter bezahlt werden, außerdem auch eine Marschkapelle und Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz. Insgesamt geht es aber um den guten Zweck: Der Erlös aus den Getränkeverkäufen kommt nämlich wieder einem sozialen Projekt in der Region zugute. Welches Projekt in diesem Jahr unterstützt wird, ist noch nicht bekannt. Das hängt von der Summe ab, die am Samstag zusammenkommen wird.

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