Skulpturen ermöglichen besondere Einsichten am Tag der Gärten und Parks auf Haus Opherdicke

dzFührung an Pfingstsonntag

Wissenswertes über das Haus Opherdicke und seinen Skulpturengarten erfahren: An diesem Wochenende finden gleich zwei Führungen durch die grüne Anlage statt.

von Lena Zschirpe

Opherdicke

, 08.06.2019 / Lesedauer: 3 min

„Gartengeheimnisse“ – das diesjährige Motto des Tages der Gärten und Parks verspricht neue Entdeckungen. Auch das Haus Opherdicke beteiligt sich und bietet die regelmäßig stattfindende Sonntagsführung durch den Skulpturenpark am Pfingstwochenende gleich zweimal an.

Gartenanlage ist noch nicht sehr lange frei zugänglich

Die Führungen sind gerade deswegen lohnenswert, weil die Gartenanlage noch gar nicht allzu lange frei zugänglich ist und in dem Zustand, in dem sie heute ist. „Um 2011 haben sich mehrere Zufälle ergeben, die das möglich gemacht haben. Zum einen ist der Pachtvertrag einer Reithalle ausgelaufen, die genau hier stand“, erzählt Museumsführer André Sieger. „Zum anderen schenkte die Tochter des Bildhauers Raimondo Puccinelli der Stadt 13 Skulpturen ihres bereits verstorbenen Vaters.“

Skulpturen ermöglichen besondere Einsichten am Tag der Gärten und Parks auf Haus Opherdicke

Andre Siegel (dunkle Jacke) führt beim Tag der Gärten und Parks am Haus Opherdicke. © Marcel Drawe

Ihre einzige Bedingung: Die Kunstwerke sollen für die Bevölkerung frei zugänglich sein. Die Skulpturen Puccinellis sind das künstlerische Herzstück des Parks, doch Sieger zeigt auch weitere Figuren und ihre Besonderheiten. „Skulpturen ermöglichen uns eine All-Einsichtigkeit, die wir bei einem Gemälde nicht haben“, so Sieger. „Wir können aus anderen Winkeln auch etwas anderes in der Skulptur erkennen. Es ist interessant, wie viele alltägliche Dinge man in der Skulptur wiederfinden kann, deswegen sind sie auch nicht etwas nur für Kunstinteressierte.“

Skulpturen ermöglichen besondere Einsichten am Tag der Gärten und Parks auf Haus Opherdicke

Andre Siegel (dunkle Jacke) findet, dass man viele alltägliche Dinge in den Skulpturen wiedererkennen kann. © Marcel Drawe

Dies sei auch die Intention der Stadt gewesen, als die Kunst in den Park fand. „Viele Menschen kommen her und picknicken oder spazieren. Der Skulpturenpark ist für jedermann. Außerdem ist das Betreten der Wiesen erwünscht: Die Skulpturen sollen die Besucher sogar von den Wegen locken.“

Der Park umfasst rund 30.000 Quadratmeter Fläche

Rund 30.000 Quadratmeter umfasst der frei zugängliche Park. Ursprünglich sei er als symmetrischer Barock-Garten angelegt worden. „Doch mit der Zeit und verschiedenen Nutzern hat sich auch die Struktur verändert“, so Sieger. Auch die verschiedenen Gebäude des Hofes kennt und erklärt er genau. Beispielsweise den Gartenpavillon, welcher ungewöhnlicherweise so nur einmal in der Anlage vorkommt.

Skulpturen ermöglichen besondere Einsichten am Tag der Gärten und Parks auf Haus Opherdicke

Auch am Pfingstsonntag wird eine Führung durch den Skulpturengarten angeboten. © Marcel Drawe

Eine weitere Führung durch die Parkanlage des Haus Opherdicke findet am Pfingstsonntag um 13 Uhr statt. Treffpunkt ist der Innenhof, Dorfstraße 29. Außerdem ist der Park von 11 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet.

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