Shuttle-Bus durch Eco Port wird in seiner jetzigen Form eingestellt

Testphase endet

Gut ein Jahr lang hat man sie getestet: Eine Busverbindung für Arbeitnehmer durch den Holzwickeder Eco Port. Zum Ende der Testphase ist klar: In seiner jetzigen Form ist das Angebot gescheitert.

Holzwickede

, 19.09.2019, 16:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Shuttle-Bus durch Eco Port wird in seiner jetzigen Form eingestellt

Zu wenig: Die durchschnittliche Zahl der Fahrgäste lag zuletzt bei 40. Zielvorgabe waren jedoch 100 Fahrgäste pro Tag. © Greis

Der Shuttle-Bus in Kooperation mit dem Airport Dortmund ist gescheitert. „Das Angebot hat aus verschiedenen Gründen nicht funktioniert“, sagte Bürgermeisterin Ulrike Drossel unter der Woche beim IHK-Wirtschaftsgespräch.

Ein entscheidender Grund dafür ist die Nordstraße, die durch eine Buslinie zwischen Bahnhof und Gewerbepark Eco Port eigentlich für Entlastung hätte sorgen sollen. Allein: Die regelmäßigen Verkehrsschlangen auf der Nordstraße haben den Bus immer wieder einfach geschluckt. Verspätungen oder Ausfälle machten die Verbindung für Arbeitnehmer unattraktiv.

Den Shuttle-Bus nutzen zu wenige Fahrgäste

Da nützten auch eine nachgebesserte Taktung, kostenlose Tickets oder die Erlaubnis für Fahrerinnen und Fahrer, bei Stau über die Rausinger Straße auszuweichen, nichts. Eine letzte Zählung der VKU am 4. September zeigte klar: Durchschnittlich 40 Fahrgäste mit entsprechenden Arbeitnehmer-Tickets pro Tag – das ist zu wenig. Der Zielwert lag bei 100 Fahrgästen. Insgesamt wurden 111 von 150 verfügbaren Tickets ausgegeben.

Bei einer positiven Entwicklung wäre die Buslinie in den normalen Linienbetrieb übergegangen. Nur dann wäre das Angebot zu üblichen VKU-Tarifen auch für alle Bürger offen gewesen – und nicht nur für Eco-Port-Mitarbeiter sowie Fluggäste, die jedoch pro Fahrt 3 Euro zahlen.

Flughafen Dortmund steigt aus dem Projekt aus

SHUTTLE DURCH DEN ECO PORT

EIN BUS UND VIELE BETEILIGTE

  • Der Shuttle-Bus durch den Eco Port ist – zumindest im Testbetrieb – ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der Gemeinde Holzwickede, dem Kreis Unna, der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU), den Dortmunder Stadtwerken (DSW21) und dem Flughafen Dortmund.
  • Die Linie läuft direkt über den Flughafen Dortmund. Im Betrieb kommt ein Bus der Hammer Verkehrsgesellschaft Breitenbach zum Einsatz.
  • Die Kosten für den Testbetrieb teilen sich Gemeinde und Kreis Unna – sie liegen insgesamt bei rund 80.000 Euro.

So steigt der Airport Dortmund nach Ende des Testbetriebes am 25. Oktober aus dem Projekt aus. Der Bus fährt dann wieder als direkte Verbindung zwischen Bahnhof und Flughafen – ohne an Haltestellen entlang der Gottlieb-Daimler-Straße zu halten.

Gescheitert bedeutet aber nicht: aufgeben. „Wir werden nach der Testphase ein anderes Angebot schaffen“, sagt Holzwickedes Wirtschaftsförderer Stefan Thiel. Mit dem Kreis Unna und der VKU sei man weiter in Gesprächen, um eine alternative Lösung zu finden. Wie die aussehen könnte, darüber schweigt sich Thiel noch aus, weil es hierzu noch keine finale Entscheidung gibt. Über die müsste auch die Politik in den entsprechenden Ausschüssen entscheiden.

Wenn es weitergeht, dann wäre jedoch eine Lösung zwischen Gemeinde, Kreis und VKU naheliegend, die einen Kleinbus in Betracht zieht. Und verlaufen die Gespräche positiv, dann müsste diese Lösung folgerichtig auch in einen Linienbetrieb münden, der offen für alle Bürger ist. Der noch laufende Testbetrieb wird am Dienstag ein Thema im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Demografie sein.

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