Sechs Monate auf Bewährung für Flucht vor der Polizei

dz29-Jährige baute Unfall unter Drogen

Mit einer Autofahrt durch Holzwickede beging eine 29-Jährige gleich mehrere Straftaten: Sie flüchtete vor der Polizei, verursachte einen Unfall und verschwand zu Fuß. Das hatte nun Folgen.

von Sylvia Mönnig

Holzwickede

, 22.11.2018, 15:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Laut Anklage waren die Kennzeichen an ihrem nicht mehr zugelassenen Wagen falsch. Einen Führerschein besaß die junge Frau aus Dortmund nicht. Auch stand sie unter Drogeneinfluss. Dennoch setzte sie sich in der Nacht auf den 6. Dezember hinter das Steuer ihres Opels, um mit einem Bekannten zu einem Schnellimbiss zu fahren. Auf der Wilhelmstraße trafen sie auf die Polizei. Beamte wollten das Fahrzeug für eine Kontrolle stoppen. Sie gab Gas. Als sie dann mit zu hohem Tempo in die Sachsenstraße einbiegen wollte, flog das Auto aus der Kurve und landete in einem Vorgarten. Dabei entstand ein Sachschaden von über 2200 Euro. Die 29-Jährige gab daraufhin Fersengeld.

Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Straßenverkehrsgefährdung und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort wurden ihr nun in einem Prozess vor dem Amtsgericht Unna vorgeworfen. Sie zeigte sich geläutert. Grund: Zu zwei ersten Verhandlungen erschien sie nicht. Deshalb erging ein Haftbefehl und das bescherte ihr einige Tage Gefängnis. Die Vorwürfe räumte sie umgehend ein und fand auch entsprechende Worte für den Vorfall in Holzwickede: „Ich habe da leichtsinnig gehandelt.“ Damals sei sie in einer schwierigen Situation gewesen, habe unter einer Trennung nach langjähriger Beziehung gelitten. Erste Drogenerfahrungen habe sie mit 16 Jahren gemacht, habe Hasch und Amphetamin konsumiert. Kokain habe sie zum ersten Mal in dieser Nacht genommen. Nun sei sie allerdings clean.

Mit Blick auf bislang zwölf Voreintragungen im Strafregister bezeichnete der Richter die Drogen in ihrem Fall als „Quell allen Übels“. Auch ließ er keine Zweifel aufkommen: „Das ist bei Weitem keine Kleinigkeit gewesen. Das war so unfassbar gefährlich.“ Für die junge Frau endete der Prozess mit sechs Monaten Haft auf Bewährung, 100 Sozialstunden und eineinhalb Jahren Sperrfrist zur Erteilung der Fahrerlaubnis. Auch soll sie sich an die Drogenberatung wenden und mit regelmäßigen Screenings beweisen, dass sie wirklich clean bleibt.

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