Schweres Gerät pfählt das Erdreich für den Rathausanbau

dzBauarbeiten am Rathaus

Auf der Rathausbaustelle tut sich was: In der Nacht zum Dienstag wurde schweres Gerät angeliefert. Das wird sich in den kommenden Tagen tief ins Erdreich bohren, damit der geplante Anbau später sicher steht.

Holzwickede

, 03.12.2019, 13:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während das historische Rathaus nebenan entkernt wurde und seit Wochen innen quasi nackt auf die nächsten Bauschritte wartet, wird in dieser Woche nebenan auf freier Fläche gearbeitet.

Ein Spezialbohrer ist angerückt, um sich in den kommenden Tagen ins Erdreich zu fressen, damit fast 80 Bohrpfähle gesetzt werden können. „Wir bewegen uns dabei in Richtung Erdkern“, scherzt Bauamtsleiter Uwe Nettlenbusch.

Ganz so tief dringt der Bohrer zwar nicht vor, dennoch werden die Pfähle am Ende bis zu 13 Meter tief im Erdreich verankert sitzen. Da der Anbau später mit dem über 100 Jahre alten historischen Rathaus verbunden wird, geht man lieber auf Nummer sicher.

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Baugrund für den Rathaus-Anbau ist nicht unproblematisch

Der Baugrund vor Ort ist nicht unproblematisch. Auf festes Gestein trifft man erst in besagter Tiefe von zehn bis 15 Metern. Weil der Anbau nach Fertigstellung keinen Zentimeter absacken darf, werden entsprechende Pfähle gesetzt, um für den Neubau festen Stand zu gewährleisten.

Die Arbeiten des Bohrers, die durch ein spezielles Bohrverfahren laur Nettlenbusch weniger Lärm veranstalten sollen als übliche Bohrarbeiten, sollen bis Freitag abgeschlossen sein.

Bevor sich die Bohrschnecke ins Erdreich vorarbeiten kann, war zunächst noch zu klären, ob sich möglicherweise ein oder mehrere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Untergrund verstecken. Hier konnten die Sondierungsarbeiten Ende November aber Entwarnung geben.

Nach dem Pfählen des Baugrundstückes sind im nächsten Schritt Ausschachtarbeiten für die Unterkellerung vorgesehen. Nur ein Teil des Anbaus wird später auf Höhe Am Markt unterkellert sein. „Das passiert dieses Jahr aber nicht mehr“, sagt Nettlenbusch. Wahrscheinlich werde vor Weihnachten noch die Baustelle entsprechend eingerichtet, mehr passiert bis zum Jahreswechsel aber nicht mehr.

Erste Rohbauarbeiten folgen nach dem Jahreswechsel

Planmäßig soll mit dem Ausschachten und weiteren Rohbauarbeiten dann ab dem 7. Januar begonnen werden.

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Das neue Rathaus soll im Laufe des Jahres 2021 fertig werden. Insgesamt ist für das Gesamtprojekt ein Budget von 19,53 Millionen Euro vorgesehen. Ein Großteil davon wird durch Fördergelder gestemmt. Auf die Gemeinde entfällt aktuell ein Anteil von rund 8,5 Millionen Euro.

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