Seit einer Woche sind Holzwickedes Schüler wieder im Präsenzunterricht. JRS-Schulleiter Klaus Helmig zieht ein Zwischenfazit. © Udo Hennes
Bildung

Schulleiter nach der ersten Präsenz-Woche: „Ich habe viele glückliche Gesichter gesehen“

Über mehrere Monate haben die Schüler aus Holzwickede ihre eigene Schule nicht von innen gesehen. Das ist seit Montag anders. Ein Schulleiter berichtet, wie die erste Woche gelaufen ist.

Die erste Schulwoche im Wechselmodus ist vorbei. Holzwickedes Kinder sind wieder im Präsenzunterricht. Viel länger hätten manche Familien den vorherigen Zustand kaum ausgehalten. Das Home Schooling hat die Eltern vor eine Belastungsprobe gestellt.

Das ist zumindest der Eindruck von Klaus Helmig, Schulleiter der Josef-Reding-Hauptschule: „Ich habe viele glückliche Gesichter gesehen“, sagte er zum Ende der Woche. Nicht nur Schülern, sondern auch vielen Lehrern habe man durchaus angesehen, dass sie gerne zur Schule zurückgekehrt sind. „Das persönliche Gespräch, und sei es an der Kaffeemaschine, das hat den meisten doch gefehlt“, vermutet Helmig.

Eltern gehen langsam auf dem Zahnfleisch

Lernen aus der Distanz, so ist er sich sicher, ist eben nicht dasselbe wie der Unterricht im Schulgebäude. Von Elternseite habe er außerdem vernommen, dass die Wochen davor zunehmend schwierig wurden: „Sie haben berichtet, dass sie das bisher gut hinbekommen haben. Aber sie gehen langsam auf dem Zahnfleisch.“

Das sei vor allem deshalb bemerkbar, weil die Zahl der Anträge für die Notbetreuung gestiegen ist. Helmig schätzt, dass die Anfragen auch in der nächsten Zeit zunehmen werden.

Über den Autor
Redaktion Unna
1993 in Hagen geboren. Erste journalistische Schritte im Märkischen Sauerland, dann beim Westfälischen Anzeiger in Werne. Spielt in seiner Freizeit gerne Handball und hört Musik.
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Carlo Czichowski
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