AG von Kindern für Kinder: Schüler der Nordschule organisieren eigenes Nachmittagsprogramm

dzOGS

Eine richtige AG zu planen – das ist Lehrersache. Nicht so an der Holzwickeder Nordschule: Dort haben Grundschüler für ihre Mitstreiter ein buntes Nachmittagsprogramm zusammengestellt.

Holzwickede

, 10.02.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Pyjamaparty machen, Vogelhaus bauen und Traumfänger basteln – das Angebot der neuen AG an der Holzwickeder Nordschule liest sich wie ein gut durchdachtes Nachmittagsprogramm.

Das ist es auch, jedoch mit einer Besonderheit: Die Grundschüler selbst haben es in Eigenregie für sich und ihre Mitschüler geplant. Und sie wollen es auch selbstständig umsetzen. Das Motto: Spiel und Spaß von Kindern für Kinder.

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Ein bisschen überrascht war OGS-Leiterin Heike Bartmann dann doch, als sie von der Idee ihrer Schüler hörte, selbstständig eine Nachmittags-AG für sich und andere Kinder auf die Beine zu stellen: „Normalerweise machen das ja die Erwachsenen. Und Angebote für die Schüler haben wir an sich auch genug“, beschreibt Bartmann ihre ersten Gedanken.

Aber dann dachte sich die Betreuerin, so erzählt sie jetzt: „Lass die Kinder mal machen. Mal sehen, was dabei rumkommt.“

Angebot für alle Grundschüler

Und das kann sich durchaus sehen lassen: Bis ins Detail haben die kleinen Organisatoren Violetta, Leo, Romy und Romy geplant, was sie einmal wöchentlich jeden Dienstag mit ihren Mitschülern unternehmen wollen: „Bei der Pyjamaparty sollen sich die Mädchen und Jungs nach dem Unterricht ihren Schlafanzug anziehen.

Natürlich getrennt voneinander“, erklärt Romy bestimmt. „Die Mädchen auf dem Mädchenklo, und die Jungs auf dem Jungenklo.“

AG von Kindern für Kinder: Schüler der Nordschule organisieren eigenes Nachmittagsprogramm

Die Liste ist lang: Die Kinder der Nordschule haben viele Ideen, was sie in ihrer AG machen möchten. © Borys Sarad

Auch die passende Verköstigung ist bereits geplant: „Zu essen gibt es Cakepops, Nussecken, Apfelmus, Milchreis und andere Sachen.“ Die andere Romy ergänzt: „Wir wollen eben ganz alltägliche Sachen machen, mit gemischten Aktivitäten.“ Auch die Schüler untereinander sollen sich mischen – das Angebot sei für die Grundschüler aller Klassen geeignet.

Dass es da nicht ganz ohne Regeln funktioniert, sei auch den jungen Organisatoren klar gewesen. „Deshalb haben wir welche aufgestellt“, erklärt Violetta. Dazu gehört: sich gut benehmen, nicht vorrennen und auf die Planerinnen Romy und Violetta hören.

Ob letztere Regel die wichtigste ist? „Nein“, sind sich Romy und Violetta einig. „Die wichtigste Regel ist: Habt Spaß!“

Betreuung bleibt dabei

Für die Betreuung der Kinder während des Programms bleibt OGS-Leiterin Heike Bartmann zuständig. Sie wird, wenn nötig, für Hilfe und Sicherheit der Kinder Sorgen, sich ansonsten aber gezielt im Hintergrund aufhalten: „Es ist schön zu sehen, mit wieviel Elan die Kinder dabei sind. Diese Selbstständigkeit fördere ich gerne.“

Und auch die Kinder freuen sich, ihr Programm, das in dieser Woche startet, umzusetzen. Dass ein Erwachsener für den Notfall dabei ist, sei für sie kein Störfaktor, trotz aller Eigenregie: „Schließlich sind wir ja auch nur Kinder.“

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