Klaus Dahl fährt seine letzten Touren zum Schrottplatz

dzEhrenamtliche Arbeit

Das war‘s: Am Donnerstag hat Klaus Dahl die letzten Fuhren zum Platz von Schrotthändler Herbert Hittmeyer gebracht. Dahls letzter Arbeitstag hatte es noch mal in sich.

Holzwickede

, 16.08.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Um kurz vor 11 Uhr am Donnerstag hat Klaus Dahl rund 600 Kilogramm Schrott aus seinem Anhänger gezogen. Vor Ort wird nachsortiert, gewogen und schließlich abgerechnet. „Mal sehen, wie viele Ziegen das gibt“, scherzt er.

Schrotthändler Herbert Hittmeyer rundet auf, 190 Euro bekommt der 73-Jährige in bar ausgezahlt. Auch diese Summe wird Dahl für gemeinnützige Zwecke an Kolping International spenden – möglich, dass sich Bauern in Burundi über neues Vieh freuen können.

Wie berichtet, gibt der Holzwickeder sein ehrenamtliches Engagement nach sieben Jahren auf. In Herbert Hittmeyer geht sein Stammhändler in den Ruhestand. Die nächsten Schrottplätze liegen außerhalb – der Aufwand, täglich bis zu drei Anhänger abzuliefern, wäre künftig zu hoch.

Ein arbeitsreicher letzter Arbeitstag für den Schrottsammler

Nachdem Klaus Dahl und seine Frau Elisabeth verkündet hatten, ihr Engagement einzustellen, war für beide absehbar, dass ein arbeitsreicher Donnerstag mit mehreren Touren zum Schrotthändler anstehen würde. „Mittwoch ist meine Frau fast verrückt geworden“, sagt Dahl – das Telefon klingelte ununterbrochen. Dass der Holzwickeder am Donnerstag noch Hausbesuche bei älteren Mitbürgern machte, um Schrott abzuholen: Ehrensache für ihn.

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