Schritttempo für Radfahrer: Dann lieber gleich zu Fuß

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Schrittgeschwindigkeit auf der gesamten Strecke, da kann man ja gleich zu Fuß gehen. Was hat sich die Gemeinde dabei nur gedacht? Die Vermutung liegt nahe, durch den zunehmenden Radverkehr, dass sich hier einige Geschäftsleute beschwert haben, dass es für ihre Kunden teilweise gefährlich ist, wenn diese das Geschäft verlassen und vielleicht in Gedanken zum parkenden Auto gehen oder es einfach vergessen haben, dass es auch auf dem Bürgersteig erlaubt ist, mit dem Rad zu fahren.

Oder die Gemeinde wurde von die Bürgern/Kunden gerüffelt, hier eine Lösung zu finden. Das mit den Schildern ist natürlich die einfachste und billigste Möglichkeit der Gemeinde, sich hier aus der Verantwortung zu stehlen.

Frau Petra Schröder, kann ich nur zustimmen. Sehe es genauso und für mich ist damit der Bürgersteig tabu. Vielleicht bekommt dann vom Ordnungsamt noch ein Knöllchen, wenn man auf dem Bürgersteig mit 10 oder 15km/h unterwegs ist.

Warum wird die Nord- und Hauptstraße nicht mit einem gestrichelten Fahrradstreifen versehen und komplett auf 30km/h begrenzt? Wenn man ein Grund für die Km/h-Begrenzung braucht, dann kann man das Zusatzschild „Lärmschutz“ verwenden und schon wäre es möglich. Die Stadt Unna ist hier vorbildlich.

Dann werden auch noch mehr Bürger aufs Fahrrad umsteigen, weil es dadurch einfach attraktiver wird, wenn die PKW/LKW nicht mehr so durchrauschen können und den Fahrradstreifen dann entsprechend beachten müssen, wenn ein Fahrradfahrer dort fährt. Für die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde wäre es wohl ein Leichtes dies zu akzeptieren. Liebe Gemeinde, traut Euch endlich, mal eine echte Verkehrswende voranzutreiben. Es würde uns gut zu Gesicht stehen.

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