Schnuppern beim JC Holzwickede: Wie Kinder beim Judo fürs Leben lernen

dzJudo Club Holzwickede

Das Leben ist kein Ponyhof. Kinder müssen lernen, mit Niederlagen umzugehen. Das gelingt im Judo, denn irgendwann landet jeder mal auf der Matte. Rund 370 Grundschüler wissen das nun auch.

Holzwickede

, 10.11.2018, 16:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist laut, es ist wuselig, es ist Judo-Tag in der Hilgenbaumhalle. Rund 370 Grundschüler der Nord-, Aloysius- und Dudenrothschule bekommen vor dem Wochenende über den Judo Club Holzwickede eine Einführung in den Sport.

„Wir machen das alle zwei Jahre und mittlerweile zum dritten Mal“, sagt der Vereinsvorsitzende Dirk Jacobi. Mit zahlreichen jungen Judoka aus dem Verein koordiniert er den Judo-Tag.

Aufgeteilt nach Klassenstufen und Gewicht versammeln sich immer drei bis fünf Kinder rund um die gelben Mattenvierecke. Das ist der Ring für Sumo-Judo. Charlotte ist eine der Kampfrichterinnen, sie zählt die Punkte: Ein Punkt, wenn beide Füße aus dem Ring sind. Zwei Punkte, wenn der Gegner fällt. Drei Punkte, wenn ein Duellant auf dem Rücken landet. Wer zuerst auf drei Punkte kommt, der gewinnt. Charlotte ist erst kürzlich zum JC gewechselt und zum ersten Mal eine Ringrichterin. „Ist nicht so schwierig, wenn man den Sport kann“, sagt sie.

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Judo-Tag des JC Holzwickede

Alle zwei Jahre lädt der JC Holzwickede zum Judo-Tag. Rund 370 Grundschüler haben am Freitag die Einladung angenommen und durften in der Hilgenbaumhalle beim Sumo-Judo in den Sport schnuppern. Bei der vereinfachten Variante galt es, den Gegner aus dem gelben Ring zu bugsieren oder auf die Matte zu legen.
09.11.2018
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Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis
Eindrücke vom Judo-Tag des JC Holzwickede in der Hilgenbaumhalle. © Greis

Vom „richtigen“ Judo unterscheidet sich die Sumo-Schnupper-Variante des JC. Der Sport ist sehr technisch. „Es zeigt die Anfänge. Mit einem Judo-Partner in Kontakt kommen, drücken, greifen, werfen“, sagt Julian Körner. Der 26-Jährige betreibt den Sport seit 22 Jahren. Mit dem Mikro in der Hand teilt er die einzelnen Jahrgänge in kleine Gruppen auf. Anstrengend? „Bei den 3. und 4. Klassen geht es. Die 1. und 2. Klassen zuvor waren viel wuseliger“, sagt Körner. Während eine Jahrgangsstufe die Turnierkämpfe vollzieht, nutzt die andere eine Hallenhälfte für lockere Judo-Spiele wie Schildkröten drehen: Ein Hascher muss hier versuchen, die anderen Kinder, die auf allen vieren krabbeln, auf den Rücken zu drehen. Ein spielerischer Einstieg in eine Judo-Technik.

„Nach den Judo-Tagen merken wir schon, dass dann die Anmeldungen steigen.“
Dirk Jacobi, Vorsitzender Judo Club Holzwickede

„Nach den Judo-Tagen merken wir schon, dass dann die Anmeldungen steigen“, sagt Dirk Jacobi. Manch ein Kind bleibt dann dabei. So wie der zwölfjährige Ricardo. Auch er war einst beim Judo-Tag dabei und hilft nun mit. „Ich fand gut, dass ich mich verteidigen kann“, sagt er. Das musste er bis heute nicht, seine Technik war bislang nur im sportlichen Vergleich gefragt. „Der Sport erfordert Technik und Kraft und beansprucht alle Muskelgruppen“, sagt Jacobi. Dabei fördere Judo nicht nur das Selbstbewusstsein. „Die größten Rabauken bleiben nicht lange dabei, wenn sie von einem kleineren Gegner gelegt werden. Im Judo muss man lernen, mit Niederlagen umzugehen“, weiß Jacobi.

Weitere Informationen zum Judo Club Holzwickede: http://jch-online.de/
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