Schnitzelbrötchen und Co: Darum braucht der Schulkiosk dringend Unterstützung

dzClara-Schumann-Gymnasium

Trotz großer Beliebtheit startet der Schulkiosk am Clara-Schumann-Gymnasium mit angezogener Handbremse ins neue Schuljahr. Grund dafür sind rund zehn fehlende Unterstützer.

von Sebastian Pähler

Holzwickede

, 22.08.2019, 15:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon bald sind die Ferien zu Ende und die Schulen nehmen wieder ihren Betrieb auf. Aber nicht nur in den Klassen wird dann gearbeitet, sondern auch in allen Nebenschauplätzen der Schulen, wie Bibliotheken oder Mensen.

So auch im Clara-Schumann-Gymnasium (CSG), wo ehrenamtliche Helfer sich um die Versorgung der Schüler kümmern. Allerdings fehlt es derzeit an freiwilligen Helfern, um den Hunger der Kinder und Jugendlichen gänzlich stillen zu können.

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Mit den Schülern gehen die Eltern

Der Kiosk am CSG ist beliebt, aber ganz kann er sein Potenzial nicht ausnutzen. Gerade nach den Ferien fehlt es an Mitarbeitern. „Das ist jedes Jahr ein großes Problem “, erläuterte Patrick Keiser, zweiter Vorsitzender des Fördervereins, „immer, wenn ein Jahrgang Abitur gemacht hat, gehen auch die Väter und Mütter, die uns hier helfen.“

Derzeit sind Kaiser und Michael Küssel, der erste Vorsitzende, damit beschäftigt, alles für das neue Schuljahr vorzubereiten. Dabei überprüfen sie vor allem die Lagerbestände und geben Warenbestellungen auf, damit bei der Wiedereröffnung alles da ist.

Vor allem der Dauerbrenner Schnitzelbrötchen darf nicht fehlen. Aber das Programm wird stetig an die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder angepasst. So haben mittlerweile etwa auch ein vegetarisches Brötchen mit Frischkäse und Gemüse Einzug in die Theke des Kioskes gefunden.

Viel Arbeit für frisches Essen

Beim Schulkiosk geht es nicht nur um den Verkauf, sondern auch um die Vorbereitung. Alle belegten Brötchen sind frisch gemacht, das bedeutet vor der ersten Pause: Schmieren im Akkord, Backen der Hähnchenschnitzel und Vorbereiten der Theke. Derzeit ist das Team aus ehrenamtlichen Helfern deutlich unterbesetzt, um jeden Tag frisches Essen anbieten zu können. Schließlich soll auch niemand übermäßig belastet werden.

Mit 30 Leuten, die hauptsächlich auch Mitglieder im Förderverein sind, gelingt es derzeit nur an drei Tage in der Woche, zu öffnen. „Wichtig ist uns, dass wir auf jeden Fall an den langen Tagen aufhaben“, so Vorsitzender Küssel. Das ist am Mittwoch und am Donnerstag, wenn die Kinder nachmittags Unterricht haben. Für die übrigen Tage reicht es nicht, so das derzeit der Dienstag und der Freitag als dritter Öffnungstag wechseln muss.

Eine wichtige Institution

„Onkels, Tanten, Großeltern, die sind uns alle willkommen.“
Patrick Keiser, zweiter Vorsitzender des Fördervereins

Der Kiosk, der seit gut zehn Jahren am Clara-Schumann-Gymnasium existiert, ist eine wichtige Institution, denn die nächsten Einkaufsmöglichkeiten für Schüler sind ein Supermarkt und ein Dönerladen in einem knappen Kilometer Entfernung. Gerade jüngere Schüler, die das Schulgelände nicht verlassen dürfen, haben sonst gar keine Möglichkeit, etwas zu Essen zu bekommen, wenn sie mal das Pausenbrot vergessen haben oder an heißen Tagen ein Wassereis zur Abkühlung guttun würde.

Die Arbeit im Kiosk ist verantwortungsvoll, macht aber auch viel Spaß, stellen Keiser und Küssel fest. Hilfe würde vor allem vor der ersten Pause, von 8 bis 9.20 Uhr gebraucht. Mehr als einmal im Monat wird von keinem Freiwilligen Hilfe verlangt; wer mehr machen kann und will, ist natürlich auch willkommen.

Eine Mitgliedschaft im Förderverein ist auch nicht nötig. „Onkels, Tanten, Großeltern, die sind uns alle willkommen“, so Keiser. Auch Eltern von der angrenzenden Hauptschule, deren Schüler den Kiosk ebenfalls nutzen, sind eingeladen, um zu helfen.

Info: Mehr Informationen gibt es auf www.csgymnasium.de. Dort wird der Kiosk im Unterpunkt „Förderverein“ vorgestellt. Interessenten können auch per Mail an foerderverein@csgymnasium.de Kontakt aufnehmen.

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