Schlangenlinien und Bordsteinrempler: Dortmunder Total betrunken am Steuer

dzPolizei

Es war ganz offensichtlich, dass mit dem Mann am Steuer irgendetwas nicht stimmte. Der Polizist nahm deshalb ungeachtet seiner Freizeit die Verfolgung auf – und bewies damit genau das richtige Gespür.

Holzwickede

, 18.11.2019, 12:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Polizeibeamter bewies am Sonntagabend auch außerhalb seiner Dienstzeit das richtige Gespür – und stellte in Holzwickede einen 50-jährigen Mann aus Dortmund, der betrunken Auto gefahren war. Schlangenlinien und Bordsteinrempler waren dabei noch die offensichtlichsten Hinweise darauf, dass der Mann hinterm Steuer offenbar nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war.

Autofahrer war nicht in der Lage, die Spur zu halten

Der Polizist war am Sonntagabend um kurz vor 21 Uhr privat unterwegs, als ihm das Auto auf der B1 kurz vor der Ausfahrt Holzwickede aufgefallen war. Ein Honda C-RV, dessen Fahrer offensichtlich Probleme hatte, die Spur zu halten. Das Fahrzeug fuhr Schlangenlinien, geriet immer mal wieder auf den Seitenstreifen und touchierte sogar die Bordsteinkante der Mittelleitplanke.

Polizist verhinderte Fluchtversuch des Dortmunders

Möglicherweise wurde es da auch dem Dortmunder zu gefährlich. Jedenfalls verließ er die B1 und stellte sein Fahrzeug in Holzwickede vor der Kreuzung Nordstraße, Rausinger Straße ab. Der Polizeibeamte sprach den Mann an und gab sich als Polizist zu erkennen. Der Dortmunder versuchte daraufhin zu flüchten. Weit kam er allerdings nicht.

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Der Polizeibeamte setzte den Mann fest und verständigte die Unnaer Kollegen. Die führten noch vor Ort einen Alkoholtest durch: 1,7 Promille ergab der Vortest, weshalb sie den Mann für die Entnahme einer Blutprobe mit zur Wache nahmen. Mehr noch: Bei der Überprüfung der Personalien stellten die Polizeibeamten fest, dass der Dortmunder selbst nüchtern nicht hätte Auto fahren dürfen; der 50-Jährige ist nämlich gar nicht in Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis gewesen.

Der Mann muss sich nun auf ein Strafverfahren mit empfindlichen Folgen einstellen. Beides – Fahren ohne Fahrerlaubnis und Trunkenheit im Verkehr – ist ein Straftatbestand und wird laut Strafgesetzbuch jeweils mit einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe bestraft.

Polizeibeamte dürfen auch in ihrer Freizeit ermitteln

Übrigens hat auch der Polizeibeamte das Recht auf seiner Seite. Er darf – und soll sogar – auch in seiner Freizeit einschreiten, wenn es die Situation erfordert. Polizeibeamte „haben Straftaten zu erforschen und alle keinen Aufschub gestattenden Anordnungen zu treffen, um die Verdunkelung der Sache zu verhüten“, heißt es dazu in der Strafprozessordnung zu den polizeilichen Aufgaben in Ermittlungsverfahren.

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