„Scheinheilige Umweltaktivisten“ im Kita-Streit

Holzwickeder schreibt Offenen Brief

An „Scheinheiligkeit kaum zu übertreffen“ sei das Verhalten der „selbst ernannten Holzwickeder Umweltaktivisten“ im Kita-Streit: Das zumindest findet Christian Kosmowski.

von Jennifer Freyth

Holzwickede

, 08.10.2018, 16:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Scheinheilige Umweltaktivisten“ im Kita-Streit

Der Müll stehe zur Abholung bereit, so Kosmowski. © Privat

Der Holzwickeder wendet sich mit einem Offenen Brief an den Umweltausschuss.

„Nachdem das kleine Waldstück vor unserer Haustür (ehemals potenzieller Kita-Bauplatz) im September zum wiederholten Male zum Wallfahrtsort für selbst ernannte Umweltaktivisten wurde, hat es keiner der anwesenden Vereine, Organisationen oder politischen Parteien für nötig gehalten den selbstgemachten Dreck auch wieder wegzuräumen“, ärgert sich der Holzwickeder – und hält all jenen mit einer guten Portion Ironie den Spiegel vor: „Dieses geliebte Fleckchen Natur, diese historische Stätte, auf der sich die wichtigsten Bäume Holzwickedes, des Kreises Unna und vielleicht sogar Nordrhein-Westfalens zu befinden scheinen, dieser Ort, der so geschichtsträchtig ist, dass er vor dem Bau einer Kita geschützt werden muss, wird von Ihnen und Ihrer Aktion hinterlassen wie eine Müllhalde.“

Er fordert die Mitglieder des Umweltausschusses, des historischen Vereins, des Schützenvereins und sämtlicher Teilnehmer der Ortsbegehungen auf, „meterweise Flatterband, mit Farbe besprühte Holzpfähle und Plastikheringe auch wieder mitzunehmen und nicht wochenlang im Grünen rumliegen zu lassen. Diese von Ihnen durchgeführte Aktion ist an Scheinheiligkeit kaum zu übertreffen“. Kosmoskwi hat den Plastikmüll nun selbst eingesammelt – in einer umweltfreundlichen Papiertüte stehe er zur Abholung bereit, schreibt er.

Allerdings: Einiges an Flatterband könnte auch von einer Baumschnittaktion der Gemeinde Ende September übrig geblieben sein, als die vom Sturm geschädigte Eiche im hinteren Teil des Parks geschnitten und dafür weiträumig abgesperrt wurde.

So oder so weist Kosmowski aber auf ein Verhalten hin, dass anderen Parknutzern kaum Anlass geben dürfte, pflichtbewusst mit eigenen Abfällen umzugehen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Mit Hörspiel im Artikel
Martin-Gauger-Preis: Landesrichter zeichnen Hörspiel von CSG-Schülerinnen aus
Hellweger Anzeiger Sanierungsarbeiten
Unterricht fällt weiter ins Wasser: Kleinschwimmhalle fehlt entscheidendes Detail
Hellweger Anzeiger Einbrüche
„Dann kommen sie ins Schwitzen“: Mit diesen Tipps stellt man die Geduld der Täter auf die Probe