2020 geplant: Das wird die Sanierung der Carolinenbrücke kosten

dzBlasen auf Bodenbelag

Der Bodenbelag der Carolinenbrücke wirft immer wieder Blasen. Im kommenden Jahr sollen die Stolperfallen durch eine Komplettsanierung langfristig verschwinden. Bis dahin wird geflickt.

Holzwickede

, 20.09.2019, 15:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sie verursachen seit Jahren ärgerliche Zusatzkosten: Die Blasen, die immer wieder auf dem Bodenbelag der Carolinenbrücke entstehen. Zwischenzeitlich wurden sie immer wieder aufgeschnitten, weggefräst und notdürftig verfüllt. Für 2020 bahnt sich eine langfristige Lösung für das Problem an.

Die Gemeinde will das 2011 eröffnete Bauwerk grundlegend sanieren lassen. Kostenpunkt aktuell: 200.000 Euro. Das bestätigt Bauamtsleiter Uwe Nettlenbusch auf Anfrage dieser Redaktion. Das Geld soll in den Haushalt des kommenden Jahres einfließen.

VON 2,1 AUF 3,5 MILLIONEN EURO

ERHEBLICHE KOSTENSTEIGERUNG BEIM BAU

  • Als der Gemeinderat 2005 die Brücke absegnete, standen Kosten von 833.000 Euro im Raum. Was niemand bedachte: Darin waren Ingenieurs- und Planungskosten nicht enthalten.
  • Drei Jahre später wurde die Brücke für 2,1 Millionen Euro ausgeschrieben. Weil der Stahl-Pylon in der Mitte der Brücke in einen Bombenkrater gesetzt werden musste, kamen alleine hierfür fast ein halbe Millionen Euro an Mehrkosten dazu, um den Pfeiler standfest im Boden zu versenken.
  • Am Ende kostete die Brücke fast 3,5 Millionen Euro – ohne die Folgekosten der vergangenen Jahre.

Die Blasen führt ein Ingenieurbüro auf Feuchtigkeit zurück, die immer wieder in das Bauwerk eindringt. Die Sanierung alleine nimmt dabei nur einen Teil der Gesamtkosten ein: Um die Baumängel zu beseitigen, wird man sich wohl auch den Untergrund rund um den roten Mittelpfeiler ansehen müssen – das wiederum erfordert Abstimmung mit der Deutschen Bahn, denn wenn vor Ort gearbeitet wird, dann wird sich das auch auf den Zugverkehr auswirken. Zwischenzeitliche Sperrungen der Gleise werden sich wohl nicht vermeiden lassen.

Sanierung der Carolinenbrücke muss in trockenen Monaten erfolgen

„Wir wollen das im kommenden Frühjahr oder Sommer angehen. Die Grundsanierung muss in jedem Fall in den trockenen Jahreszeiten erfolgen“, sagt Nettlenbusch. Denkbar sei im Zuge der Sanierung auch eine Modernisierung der Brücke. Eine mögliche Vernetzung beider Aufzugskörbe hatte Bürgermeisterin Ulrike Drossel bereits im Juli im Planungs- und Bauausschuss in Aussicht gestellt. Gäbe es dann einseitig einen Defekt, könnte auf der gegenüberliegenden Seite eine entsprechende Fehlermeldung eingehen.

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Inwieweit acht Jahre nach Eröffnung noch juristische Schritte wegen der Baufehler gegen die ausführenden Unternehmen sinnvoll sind, ist offen. Eine Gewährleistungspflicht besteht nicht mehr.

Bis es zur Sanierung kommt, werden auftauchende Blasen konventionell entfernt. „Wir schauen uns die Brücke regelmäßig an und reagieren entsprechend. Wir sind hier als Gemeinde schließlich in der Verkehrssicherungspflicht“, sagt Uwe Nettlenbusch.

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