Sackgasse soll Anwohner vor Lkw-Verkehr im Wohngebiet Mozartpark schützen

dzVerkehr

Was den Verkehr angeht, ist die Situation im Wohngebiet Mozartpark komplex. Anwohner beklagen sich über Lastwagen, die auch nachts Probleme machen. Holzwickedes SPD macht Lösungsvorschläge.

Holzwickede

, 17.10.2019, 13:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die SPD Holzwickede erreichen immer wieder Beschwerden wegen des gewerblichen Last- und Schwerlastverkehrs von der Nordstraße zum Gewerbegebiet Natorper Straße durch das Wohngebiet Mozartpark.

Abkürzung zum Gewerbegebiet

Ein erheblicher Teil des gewerblichen Verkehrs, der von der Nordstraße in das Gewerbegebiet Natorper Straße möchte, fährt demnach nicht wie vorgesehen über die Nordstraße, die Stehfenstraße und die Natorper Straße in das Gewerbegebiet ein, sondern kürzt den Weg ordnungswidrig über Mozartstraße und Schubertstraße ab. Das führt in den betroffenen Straßen zu erheblich mehr Verkehr, Gefahrensituationen durch Lastwagen und Transporter, insbesondere für

Kinder und zu einer Verschlechterung des Wohn- und Lebensumfeldes.

Deutlich wurde das zuletzt auch in einer von der SPD anberaumten Bürgerversammlung.

Sackgasse soll Anwohner vor Lkw-Verkehr im Wohngebiet Mozartpark schützen

In einer Bürgerversammlung bekam die SPD zur Verkehrssituation im Wohngebiet Mozartpark viele Informationen aus erster Hand. Mit ihrem Antrag will sie den Forderungen Rechnung tragen, wo dies möglich scheint. © Udo Hennes

Um das Problem mit dem gewerblichen Verkehr im Bereich Mozartstraße und Schubertstraße zu beheben, macht die SPD-Fraktion nun in einem Antrag konkrete Lösungsvorschläge:

  • Die Einbahnstraßenregelung für den nördlichen Abschnitt der Schubertstraße zwischen Natorper Straße und Friedrichstraße soll aufgehoben werden. Gleichzeitig soll die Schubertstraße im nördlichen Abschnitt, an der Anbindung zur Natorper Straße, geschlossen und zur Sackgasse gemacht werden. Dadurch wäre eine Durchfahrt zur Natorper Straße und somit zum Gewerbegebiet nicht mehr möglich. Die Schließung des Anschlusses an die Natorper Straße soll für Fußgänger und Radfahrer durchlässig bleiben und beispielsweise mit herausnehmbaren Pollern ausgeführt werden. So ist eine Öffnung für Einsatz- und Versorgungsfahrzeuge im Bedarfsfall jederzeit möglich.
  • Die Ampelphasen und Leerungszeiten für die jeweiligen Fahrtrichtungen an der Kreuzung Nord-, Stehfen- und Rausinger Straße sollen ggf. angepasst werden. Vorstellbar sei für jede Fahrtrichtung eine eigene Grünphase mit entsprechender Leerungszeit und unaufgefordertem Grün für Fußgänger. Wenn sich die Verkehrslage nach einer begrenzten Testphase verbessere, solle die Mozartstraße an der Einmündung Nordstraße mit einem „Verbot der Einfahrt“-Schild gesperrt werden. Dadurch sei eine Umfahrung der Kreuzung Nord-, Stehfen- und Rausinger Straße durch das Wohngebiet nicht mehr möglich und der Verkehr werde zwangsläufig über die Stehfenstraße geführt. Der ansässige Verkehr in der Mozartstraße und der Tankstellenverkehr von und auf die Mozartstraße könne weiterhin in beide Richtungen fließen.
    Sackgasse soll Anwohner vor Lkw-Verkehr im Wohngebiet Mozartpark schützen

    Die Beschilderung von der Nordstraße in die Mozartstraße macht klar, was erlaubt ist und was nicht. Dennoch ignorieren Verkehrsteilnehmer mitunter die Beschilderung. © Greis

  • Die Einmündungen Mozartstraße und Friedrichstraße auf die Nordstraße sollen zu „Stop“-Straßenumgewandelt werden. Schilder sollen auf den Rad- und Fußverkehr hinweisen, um die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen. Die SPD verweist in diesem Zusammenhang auf das Thema Schulwegsicherung.
  • Bereits auf der Autobahnabfahrt soll die Beschilderung mit Firmenlogos versehen werden, damit der Gewerbeverkehr Richtung Wilhelmstraße gesteuert wird.
  • Um dem zunehmenden Verkehr auf der Stehfenstraße der Richtung Oelpfad abfließt Rechnung zu tragen, soll die Kreuzung Stehfen-, Natorper-, Friedrich-Ebert-Straße und Oelpfad zur abknickenden Vorfahrtstraße über Stehfenstraße und Oelpfad werden. Die Natorper Straße und die Friedrich-Ebert-Straße sollen zu „Stop“-Straßen werden.
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