Auch „Rund um Haus Opherdicke“ fällt dem Coronaschutz zum Opfer

dzRadsport

Eine der beliebtesten Radsportveranstaltungen in der Region fällt in diesem Jahr aus: Auch „Rund um Haus Opherdicke“ ist unter den Vorgaben der Corona-Bekämpfung nicht sinnvoll zu organisieren.

Unna

, 19.06.2020, 13:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der traditionell etwas spätere Termin im August ließ lange noch Hoffnung, dass bei „Rund um Haus Opherdicke“ wieder die Räder rollen können. Jetzt allerdings sagt Organisatorin Hanne Schön die beliebte Radsportveranstaltung für dieses Jahr ab. Unter den Vorgaben des Corona-Schutzes wäre die für den 16. August vorgesehene Neuauflage des Fahrradfestes praktisch gar nicht zu organisieren. Und zudem wäre es auch nicht das, was die Teilnehmer normalerweise erwarten.

Zuletzt bis zu 800 Teilnehmer am Start

„Rund um Haus Opherdicke“ zählt zu den größten Breitensportveranstaltungen im Radsport in der Region. Die gemeinsame Veranstaltung des Kreises Unna und der Radsportabteilung im Holzwickeder Sportclub zog in den vergangenen Jahren bis zu 800 Radfahrer unterschiedlicher Altersklassen und Leistungsstufen an.

„Rund um Haus Opherdicke“ vereint ein Volksradfahren für Familie und Freizeitfahrer mit dem Radtouren-Format für Breitensportler im Bund Deutscher Radfahrer. Es wäre nun die 22. Austragung gewesen.

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Doch sowohl die gesetzlichen Regeln zum Corona-Schutz als auch die Umsetzungsvorgaben des BDR machen ein Volksradfahren nun zum Theoriemodell. Geselliges Verweilen im Start-Ziel-Bereich und die Ausgabe von Speisen und Getränken dort wären nicht zulässig. Es dürften keine Duschen zur Verfügung gestellt werden und eine Toilette müsste nach jeder Nutzung gereinigt werden. Stempelstellen mit Kuchen und Schnittchen würde es ebenfalls nicht geben.

Für Radtourenfahrer fällt fast die ganze Saison aus

Die Radtourenfahrten (RTF) und das Volksradfahren sind Veranstaltungsformate für den Breiten- und Gesundheitssport. Wer sein Hobby gerne abseits von Wettkampfzwängen in der Gemeinschaft Gleichgesinnter ausüben will, findet von März bis Oktober eine Vielzahl von „RTFs“, die von den Radsportvereinen in der Region liebevoll ausgerichtet werden.

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Viele Radsportler bauen sich aus dem Veranstaltungsangebot einen eigenen Saisonkalender, besuchen die Fahrten anderer Vereine, lernen neue Sportfreunde und Strecken kennen, sammeln Teilnahmepunkte für eine Jahreswertungskarte. Für dieses Jahr aber zeichnet sich immer mehr ab, dass die Saison trotz der Corona-Lockerungen praktisch vollständig entfällt.

Allein am Wochenende des Saisonbeginns gab es Veranstaltungen – hier in der Region etwa bei Westfalia Sölde. Dann kam der Lockdown, der auch für den Radsport buchstäblich alle Räder zum Stehen brachte.

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