Rote Markierungen für Radfahrer auf Kreuzungen lehnt der Verkehrsausschuss ab

dzSicherheit im Straßenverkehr

Der Bürgerblock hatte rote Markierungen auf Kreuzungen für Radfahrer gefordert. Das wurde im Verkehrsausschuss endgültig abgelehnt. Dennoch sind Maßnahmen zum Schutz von Radfahrern geplant.

Holzwickede

, 11.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Eine rote Markierung für eine Radspur, wie es sie an der Kreuzung Massener Straße / Am Oelpfad gibt, wird in Holzwickede die Ausnahme bleiben. Im genannten Bereich gibt es sie, weil Radfahrer hier beide Richtungen kreuzen, der motorisierte Verkehr durch die Signalfarbe auf Achtsamkeit getrimmt werden soll.

Die Signalwirkung war eines der Gegenargumente, das die Verwaltung in einem Maßnahmenkatalog aufführte, um die Sicherheit von Radfahrern in Holzwickede zu verbessern. Würde die rote Markierung flächendeckend angewandt, würde die Wirkung verpuffen.

Kosten für rote Markierungen liegen bei 44.000 Euro

Zudem würden viele Kreuzungen im Zuständigkeitsbereich von Kreis oder Land liegen. Markierungen wären zwar möglich, zahlen müsste aber die Gemeinde. Kostenpunkt: 44.000 Euro.

Dennoch hat sich die Verwaltung, auf Antrag des BBL und durch den Ausschuss im März beauftragt, in den vergangenen Wochen mit der Sicherheit von Radfahrern im Gemeindegebiet befasst, dabei den Kontakt zu Straßenbaulastträgern auf Kreis- und Landesebene sowie zur Kreispolizei- und Straßenverkehrsbehörde im Kreis Unna gesucht.

Daraus haben sich Maßnahmen ergeben, die vom Ausschuss mehrheitlich abgesegnet wurden:

  • Da in einigen Einmündungsbereichen die vorhandenen weißen Markierungen beschädigt sind, sollen diese Mängel kurzfristig behoben werden. Die Kosten für diese Standards übernimmt der jeweilige Straßenbaulastträger.
  • Gefahrenstellen: Die Polizei sieht in Holzwickede keine außergewöhnlichen Unfallstellen, die durch zusätzliche Rotmarkierungen entschärft würden. Der BBL verwies auf eine unübersichtliche Kreuzung im Übergang vom Oelpfad zum Wirtschaftsweg Am Spring. Hier wurde ein Schild „landwirtschaftlicher Verkehr frei“ aufgestellt – Radverkehr darf den Weg nicht fahrend nutzen. Zudem wurde die Einsicht durch einen Grünschnitt verbessert. Weitere Maßnahmen sind aus behördlicher Sicht nicht nötig.
  • Eine Gefahrenbeschilderung „Fußgänger/Radfahrer“ an der Ein- und Ausfahrt zum Wertstoffhof wurde abgelehnt, da die Einmündung gut erkennbar sei und sich die Situation nicht von anderen Einmündungen im Gemeindegebiet unterscheide.

Abgelehnt wurden auch Maßnahmen, um den Knotenpunkt Nord-, Haupt- und Bahnhofstraße im Bereich der Allee für Radfahrer übersichtlicher zu gestalten. Der BBL kritisiert weiterhin, dass ein sicherer Übergang vom Gehweg der Hauptstraße mit gestattetem Radverkehr auf die Bahnhofstraße ohne erlaubten Radverkehr auf dem Gehweg nicht gegeben ist.

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